Aktuelles

Agrarpolitik

Ringen um deutsche Position

GAP-Reform: Vier-Länder-Vorschlag für Zweistufenmodell zur Gestaltung der Ersten Säule

Foto: imago

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Bund und Länder suchen weiter nach einer gemeinsamen Position zur anstehenden Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat ihre Länderkollegen für den 12. Februar 2010 nach Berlin eingeladen, um im Detail über eine einvernehmliche deutsche Haltung zu beraten. Auf der letzten Agrarministerkonferenz in Eisleben hatten sich die Minister lediglich auf gemeinsame Eckwerte wie die Forderung nach einer angemessenen Finanzierung der künftigen EU-Agrarpolitik und einer Beibehaltung des Zwei-Säulen-Modells verständigt, strittige Fragen wie eine Gewichtung der beiden Säulen oder eine mögliche degressive Ausgestaltung der Direktzahlungen jedoch ausgeklammert.

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Sonderprogramm kommt wie geplant

Bleser: Paket ist rund – Happach-Kasan kritisiert Kuhprämie und fordert Nachbesserung – SPD und Grüne bekräftigen Kritik

Die Koalition wird die Unterstützungsmaßnahmen für Milchvieh­halter trotz der Kritik der Liberalen an der Kuhprämie wie ge­plant umsetzen. Das hat der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Bleser, anlässlich der ers­ten Lesung des Sozialversicherungs-Stabilisierungsgesetzes am vergangenen Freitag im Bundestag angekündigt. Dieses Gesetz enthält unter anderem die Regelungen des Milch-Sonderprogramm­gesetzes. „Das Paket ist rund“, betonte Bleser. Wichtigstes Ziel sei, den Betrieben schnell Hilfen zur Überwindung der Krise zukommen zu lassen und dies ohne zusätzlichen bürokrati­schen Aufwand. Beides werde mit dem Maßnahmenbündel erreicht.

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USL wird 25 Jahre

Uhlenberg: NRW braucht eine starke Agrarfakultät in Bonn

„Vor 25 Jahren wurde Politik noch anders ausgehandelt“. Reiner Latten, von 1984 bis 1999 Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) und heutiger Ehrenpräsident, weiß wovon er spricht, als er den Teilnehmern der Fachtagung „25 Jahre Lehr- und Forschungsschwerpunkt Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft (USL)“ am Mittwoch vergangener Woche in der Uni Bonn von den Anfängen der kooperativen Umwelt- und Landwirtschaftspolitik berichtet. Schließlich hatte er dazu gemeinsam mit dem damaligen NRW-Agrarminister Klaus Matthiesen nach intensiven und nächtelangen Diskussionen mit betroffenen Landwirten das „Programm für eine Umweltverträgliche und standortgerechte Landwirtschaft“ ausgearbeitet. Damit ermöglichten sie etwas Grundlegendes für die Landwirtschaft: Sie sorgten dafür, dass Naturschutz für die Landwirtschaft erträglich und Kooperationen schließlich auch beim Gewässerschutz möglich wurden (lesen Sie dazu auch den Kommentar auf S. 6).

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Zusätzliche Ausfuhren möglich!

EU-Kommission gewährt Extra-Zuckerexporte und verzichtet auf finale Quotenkürzung

Die Europäische Kommission kommt der Zuckerwirtschaft entgegen: Sie will die Vo­raussetzungen für zusätzliche Exporte in Höhe von 500 000 t im laufenden Wirtschaftsjahr schaffen und verzichtet im Rahmen der Zuckermarktreform gleichzeitig auf eine abschließende Kürzung der Produktionsquoten. Ein entsprechender Vorschlag, den die Behörde am vergangenen Mittwoch in Brüssel ankündigte, passierte bereits einen Tag später den zuständigen Verwaltungsausschuss. Lob für den Vorstoß kam von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rübenbauerverbände (ADR), dem Deutschen Bauernverband (DBV) und der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker (WVZ) (siehe Kasten).

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Landwirtschaftszählung 2010 beginnt

Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe in Deutschland erhalten in diesen Tagen einen Fragebogen von der Statistikbehörde ihres Bundeslandes

Dieses Jahr wird erstmals seit 1999 wieder eine sogenannte Landwirtschaftszählung in Deutschland durchgeführt. Hierzu erhielten alle Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe derzeit einen Fragebogen von der Statistikbehörde ihres Bundeslandes, teilte das Bundeslandwirtschaftsministerium am Montag vergangener Woche mit. Laut Agrarressort ist die Landwirtschaftszählung 2010 Teil des in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union durchgeführten Agrarzensus sowie der weltweiten Agrarzensus, die für dieses Jahr von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) vorgesehen worden sind. Wie in den Erhebungen der Zwischenjahre, gehe es auch in der Landwirtschaftszählung zunächst um Daten zu Bodennutzung, Viehhaltung, Beschäftigte, Pachtverhältnisse und weitere ökonomische Themen, erläuterte das Ministerium.

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Fünf Jahre faire Bio-Milch

Upländer Bauernmolkerei mit erfolgreichem Konzept

Im Januar 2005 startete die Upländer Bauernmolkerei mit dem Verkauf von fairer Bio-Milch. Auf einer Pressekonferenz im Kuhstall des Aufsichtsratsvorsitzenden Josef Jacobi wurde die neue „Erzeugerfairmilch“ vorgestellt. Das Interesse der Öffentlichkeit war groß. Schon damals erhielten die Milchbauern in Deutschland schon seit mehreren Jahren ein viel zu geringes Milchgeld. Die Upländer Bauernmolkerei setzte auf mündige Verbraucher und hatte Erfolg: Kundinnen und Kunden in Naturkostläden zahlten freiwillig 5 Cent mehr für einen Liter Bio-Milch, um die heimischen Landwirte zu unterstützen. Später wurde das Konzept auch auf die Upländer Bio-Milch in Supermärkten übertragen.

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Milchbauern diskutierten mit Axel Voss

Müssen es mehr als 100 Kühe sein, um in Zukunft eine Familie ernähren zu können? Unterstützt die Politik den Erhalt bäuerlicher Familienbetriebe? Diese und andere Fragen diskutierten rund 30 Mitglieder des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter aus dem Team Rhein-Sieg-Kreis kürzlich mit Axel Voss, Mitglied des Europa-Parlamentes und Europaabgeordneter für Bonn, Köln, Leverkusen und die Kreise Rhein-Sieg und Rhein-Erft.

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NRW empfiehlt Blauzungen-Impfung

DBV: Blauzungen-Impfung ist nicht überflüssig

Für das Land Nordrhein-Westfalen wird die Impfung empfänglicher Tiere gegen die Blauzungenkrankheit empfohlen. Dies hat das Düsseldorfer Landwirtschaftsministerium kürzlich in einer Mitteilung an Verbände und Behörden deutlich gemacht. Wie das Ministerium erläutert, sei mit Verordnung vom 18. Dezember 2009 die so genannte EG-Blauzungenbekämpfungs-Durchführungsverordnung dahingehend geändert worden, dass nunmehr keine Verpflichtung mehr bestehe, empfängliche Tiere gegen die Blauzungenkrankheit impfen zu lassen. Ab 2010 sei die Impfung also freiwillig und damit in das Ermessen des Tierbesitzers gestellt. Mit den zur Verfügung stehenden Impfstoffen könne ein zuverlässiger Schutz gegen Tierverluste und Leistungseinbußen durch die Blauzungenkrankheit erreicht werden. Eine Entschädigung für Tierverluste durch die Tierseuchenkasse sei insofern ausgeschlossen, so der klare Hinweis aus Düsseldorf.

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Hof und Feld

Sinkende Einkommen, aber kein Absturz

Die Einkommen im laufenden Wirtschaftsjahr werden gegenüber dem Vorjahr erneut sinken, aber höhere Produktivität und Kostensenkungen verhindern einen Absturz – das ist die zentrale Aussage der Einkommensprognose der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen für das Wirtschaftsjahr 2009/10.  Hans Peter Rehse erläutert die Hintergründe dieser Entwicklung.

Der Einfluss der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise war bereits im Vorjahr spürbar, jedoch erst in 2009/10 wird die Gewinnentwicklung massiv davon geprägt werden. Getreide-, Raps-, Kartoffel-, Gemüse- und Milchpreise sind gesunken, auch in der Veredelung sind deutliche Erlosrückgänge zu verzeichnen. Trost spenden aber die akzeptablen Futter-, Düngemittel-, Viehzukaufs- und Dieselpreise, wobei sich bei Dünger und Diesel schnell die Frage stellt: Wie lange noch?

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Hof und Familie

Miss Landflirt 2010

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Sie kommt vom Land, lebt mit ihrer Familie in Rösrath und ist von den Nutzern der Internet-Partnerbörse „Landflirt“ zur „Miss Landflirt 2010“ gewählt worden. Wir haben Katharina Stöcker in Rösrath besucht. Lesen Sie in LZ 5/2010, welche  Erfahrungen sie bisher gemacht hat.

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