04.02.2016

05/2016 - Ejal wat et och koss

Jetz wed op de Trumm jeklopp – so könnten die jüngsten Forderungen unserer roten Barbara, der Bundesumweltministerin, zur neuen, grünen Agrarpolitik aus dem Berliner Biotopministerium verstanden werden. Denn, do wed der Aap jemaht, ejal wat et och koss.

Traurig nur, dat net de Bure de Aape sin, sonder de Aap op

Iss die jeck – unsere Bundesumweltministerin? Das Geld für die Direktzahlungen soll nach ihrem Willen komplett in die zweite Säule gehen. Dies käme unter den jetzigen wirtschaftlichen Verhältnissen einer Gewinnkürzung um 70 % gleich. Und mit der zweiten Säule soll nur der Mehraufwand gefördert werden, also kein Einkommen generiert werden. Übt Barbara Hendricks sich nun in Verzicht – leider nicht! Nein, sie will mehr: Eingriffe in die gute fachliche Praxis, Einschränkung beim Pflanzenschutz oder bei den Immissionen, überall legt sie mit dem Gewissen des Gutmenschen nach. Denn, was der Kölner mit den Worten „wenn de Möcke un de Hummele disch verjöcke“ noch unter Camping verstand, wird heute als Biodiversität bezeichnet. Kaum werden Hummeln und Mücken weniger, ist der böse Pflanzenschutz schuld. Iss äver der Dress im Feld, wenn de Sonn schön sching un de Flieje weede mih, kann das nur die Folge der Massentierhaltung sein. Wer sich das Leben im fernen Stadtbiotop so einfach macht, will bei jeder Fahrt aufs Land eigentlich nur nee Besuch im Zoo und de Bure sollen aus seinem Blickwinkel wie de Aape d’r janze Dach erom höppe. Traurig nur, dat net de Bure de Aape sin, sondern de Aap op Kosten von uns Bure gemaht wed, ejal wat et och koss.

So haben die Regierungsparteien in NRW im vorletzten Jahr eine Große Anfrage zur Landwirtschaft an die Landesregierung ge-stellt und damit die zuständigen Ministerien für fast sechs Monate nahezu lahmgelegt. Schließlich umfasst die Antwort rund 200 Seiten, Gutes und Schlechtes. Gelesen wurde der ganze Bericht wohl – leider nicht! Und wenn, dann vielleicht nur einseitig. Auch die Verunsicherung der Parlamentarier anlässlich der medialen Diskussion um mögliche Gefährdungen von privaten Trinkwasserbrunnen lässt dies zumindest vermuten. Zwar wurde in einem Antrag der Regierungskoalition richtigerweise erkannt, dass die Nitratbelastung dieser Brunnen kein flächendeckendes Phänomen ist. Hätten die Parlamentarier dann auch noch den Bericht der Landesregierung zu Rate gezogen, könnten sie feststellen: „Ob eine Stilllegung auf Schadstoffeinträge aus der Landwirtschaft oder dem Gartenbau zurückzuführen ist (...), kann demgemäß nicht beurteilt werden.“ Nur weil der WDR im Rahmen einer rudimentären Recherche das Problem Hausbrunnen ausgemacht haben will, wed der Aap jemaht, ejal wat et och koss.

Wie müssen sich da die Mitarbeiter im zuständigen Ministerium vorkommen? Gefragt nach ihrer Ansicht wurden Sie wohl – leider – nicht! Denn eine Rückfrage bei diesen hätte bestimmt ergeben, dass NRW ein repräsentatives Messstellennetz nutzt und nicht auf Zufallsmessstellen, wie der WDR, vertraut. Dann wäre vielleicht auch mal auf die unsägliche Verquickung von Grundwasser- und Trinkwasserschutz verzichtet worden. Denn der Bauer an und für sich versteht bei der Diskussion um Trinkwasserschutz das Problem nicht wirklich und fühlt sich – trotz seiner vielen Anstrengungen – von den Politikern in die Ecke gedrängt. Schließlich bestätigt das LANUV den Bauern, die in den Trinkwasserkooperationen mitarbeiten, eine erfolgreiche Arbeit. Denn für Trinkwasser gilt: Net nur dat Wasser vun Kölle es jot. Und hätt man net de Aap jemaht, hätte man vielleicht auch mal gelesen, dass der Mineraldüngereinsatz in NRW bei Stickstoff in den letzten 20 Jahren nahezu halbiert wurde. Aber für uns Bure gilt: Wir sind damit noch lang net am Engk.

Aber sich zum Affen zu machen, ist nicht schwer. So muss das Umweltbundesamt (UBA) in dieser Woche erfahren, dass es sich mit der politischen Mission gegen Glyphosat schnell zum Affen machen kann. Eine vor zehn Tagen veröffentlichte Studie des UBA sieht eine zunehmende Belastung des Urins mit Glyphosat. Das hält die Präsidentin des Amtes in Verbindung mit der WHO-Einstufung „wahrscheinlich krebserregend“ für einen Grund zur Besorgnis. Denn: mir klääve am Lääve und das weiß der Umweltlobbyist; da kommt Panik auf in der Bevölkerung. Die wenigsten werden daher weiter gelesen haben: Das UBA hat selbst eingeräumt, dass „der höchste gemessene Wert um den Faktor 1 000 niedriger“ liegt, als es die EU-Lebensmittelbehörde für vertretbar hält. Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) kürt die Veröffentlichung nun mit dem angemessenen Prädikat: Unstatistik des Monats Januar 2016. Verändert nun die Umweltlobby die Ansicht? Leider nicht! Denn do wed de Aap jemaht, ejal wat et och koss.

Jetz wed op de Trumm jeklopp – un mir fiere Fastelovend.  Do sin uns Aape och ejal und mir jönne Ihnen met Freud, dat och sie zum Aap jemaht werde. Helau und Alaaf op öch Bure!


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