03.05.2018

18 – Mehr Mais als Ersatz?

Foto: landpixel

Die Maisanbaufläche in Deutschland wird sich 2018 im Vorjahresvergleich wohl kaum verändern. Das ist die aktuelle Einschätzung des Deutschen Maiskomitees (DMK), die auf den Ergebnissen einer repräsentativen Umfrage fußt. Allerdings könnte es in den Bundesländern zu unterschiedlichen Entwicklungen kommen. Für Niedersachsen als größtes Maisanbauland in Deutschland wird 4,5 % mehr Maisfläche erwartet. Das sind dann 594 731 ha. Für Bayern ist dagegen von einer Verkleinerung um 4,0 % auf 526 664 ha auszugehen. Die Ausweitung der Anbauflächen geht den Maisexperten zufolge in vielen Regionen auf die sehr ungünstigen Witterungsbedingungen zur Aussaat des Wintergetreides und Winterrapses zurück. Auf den Flächen, die damals nicht befahrbar gewesen seien, diene der Mais nun vielfach als Ersatz. Die Landwirte hätten aber auch die Fruchtfolge und innerbetriebliche Gründe, wie einen erhöhten Bedarf an Futter, als Motiv für die Ausdehnung der Maisfläche angegeben. Die Verwendung von Mais zur Energieerzeugung soll sich leicht erhöhen. Auf etwa 41 % werde Energiemais angebaut. Dazu nutzten die Landwirte zu 98 % Silo- und zu 2 % Körnermais.