11.07.2018

28 - DBV fordert Sondergipfel zur Lage der Ferkelerzeuger

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat die Bundesregierung aufgefordert, dringend Maßnahmen für eine tragfähige Zukunft der Schweinehaltung in Deutschland zu ergreifen.

Vor allem bei den kleineren und mittleren Ferkelerzeugerbetrieben befürchtet der DBV einen Strukturbruch.

DBV-Präsident Joachim Rukwied mahnte am Dienstag vergangener Woche nochmals, dass die Ferkelerzeuger seit Jahren unter massivem Druck ständen, „der sich in einem weit über dem Durchschnitt liegenden Strukturwandel bemerkbar macht“. Bereits jetzt müssten mehr als 11 Mio. Ferkel aus Nachbarländern importiert werden. Und die Tendenz sei steigend. Zudem stehe nun ein zusätzliches Bündel an gesetzlichen Vorhaben an, die überwiegend als nationale Alleingänge umgesetzt werden sollten. „Das ist von den deutschen Ferkelerzeugern aus eigener Kraft nicht zu schultern. Es droht ein Strukturbruch ausgerechnet bei den kleineren und mittleren Betrieben“, warnte Rukwied. Zur Lösung dieser dramatischen Lage bedarf es laut DBV eines gut durchdachten Gesamtplans statt der derzeit isoliert diskutierten Einzelmaßnahmen. „Notwendig ist ein Sondergipfel von Bund und Ländern unter Beteiligung der Wirtschaft, um eine für die Betriebe tragfähige Lösung zu erarbeiten und gemeinsam auf den Weg zu bringen“, betonte Rukwied.