09.08.2017

32 - Hendricks fordert Umsteuern in der Agrarpolitik

Ein Umsteuern in der Agrarpolitik fordert das Bundesumweltministerium nun auch in seinem „Zweiten Rechenschaftsbericht zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS)“, den das Bundeskabinett am Mittwoch vergangener Woche beschlossen hat. Die Natur in Deutschland werde weiter über ihre Leistungsfähigkeit hi­naus genutzt, stellte Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks mit Hinweis auf den für die Jahre 2013 bis 2017 verfassten Bericht fest. Die Artenvielfalt und die Landschaftsqualität zeigten einen negativen Trend. Als wesentlichen Grund dafür macht die SPD-Politikerin die „Intensivierung der Landbewirtschaftung und die Zunahme von ­intensiv genutzten Flächen für den Anbau von Energiepflanzen“ aus. Für eine Trendwende beim Erhalt der biologischen Vielfalt brauche man Veränderungen in der Landwirtschaft, forderte die Ressortchefin. Die Agrar­politik müsse „endlich ihre Verantwortung für den Naturschutz wahrnehmen“. Probleme sieht das Umweltministerium aber auch in anderen Handlungsbereichen, ­da­runter etwa bei der Umsetzung von Infrastruktur- und Siedlungsprojekten. Dadurch komme es zu Zerschneidungen von Lebensräumen.