08.08.2018

32 - Kaum Grenzwertüberschreitungen

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In der Europäischen Union werden die Grenzwerte für Rückstände aus dem Pflanzenschutz bei Lebensmitteln weiterhin nur selten überschritten. Das geht dem jüngsten Jahresbericht der Europä­ischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hervor, für den Analysen der nationalen Behörden ausgewertet wurden. Im Berichtsjahr 2016 waren demnach 50,7 % der untersuchten Proben rückstandsfrei und 96,2 % bewegten sich innerhalb der gesetzlich erlaubten Vorgaben; im Berichtsjahr 2015 waren es noch 97,2 % ohne Grenzwertüberschreitungen und 53,3 % ohne Nachweis. Die EFSA führt die leichte Verschlechterung im Wesentlichen auf die Untersuchung von Chlorat-Rückständen zurück, die erst nach 2015 eingeführt wurde. Bemerkbar in den Zahlen der ­EFSA machen sich auch die strengeren Vorgaben des Ökolandbaus. Den Behördenangaben zufolge waren 2016 in diesem Segment 98,7 % der untersuchten Nahrungsmittel nicht zu beanstanden und mit 83,1 % sogar die große Mehrheit rückstandsfrei. Ähnlich waren die Ergebnisse bei den Produkten für Kinder und Säuglinge; hier blieben 98,1 % der Lebensmittel unter den Grenzwerten, und bei 89,8 % konnten keine Rückstände nachgewiesen werden. Im Rahmen des EU-koordinierten Kontrollprogramms (EUCP) werden außerdem in allen Berichtsländern jeweils die Belastungen von elf Lebensmitteln untersucht; 2016 waren dies Äpfel, Kohlköpfe, Lauch, Kopfsalat, Pfirsiche, Erdbeeren, Tomaten, Roggen, Wein, Kuhmilch sowie Schweinefett. Die geringsten Grenzwertüberschreitungen wurden dabei mit 0,7 % bei Roggen gefunden. Etwas schlechter sah es bei Kohlköpfen und Erdbeeren aus; hier wurden 1,1 % beziehungsweise 1,8 % der Untersuchungen beanstandet. Die meisten Überschreitungen wurden mit 2,7 % bei Äpfeln nachgewiesen, und auch bei Tomaten wurden mit 2,6 % vergleichsweise viele Grenzwertverletzungen festgestellt.          