09.08.2017

32 - Regenfälle zerren an den Nerven

Die anhaltenden Regenfälle zerren zunehmend an den Nerven der Landwirte. Wie der Deutsche Bauernverband (DBV) in seinem zweiten Erntebricht am Mittwoch vergangener Woche feststellte, ist die Getreide- und Rapsernte in Deutschland in den vergangenen Wochen nur schleppend verlaufen. Die wiederkehrenden Niederschläge führten immer wieder zu Unterbrechungen der Druscharbeiten. Einzig die Ernte der Wintergerste habe – abgesehen von wenigen Restflächen – bis dato abgeschlossen werden können. Ein zügiger Erntefortgang wäre laut DBV für die Vermeidung von Qualitätsverlusten bei den Brotgetreidearten dringend erforderlich. Die weiterhin eher unbeständigen Wetteraussichten sorgten bei den Landwirten daher für Anspannung. Der Bauernverband, dessen Bericht auf Meldungen aus den 18 Landesbauernverbänden beruht, wies da­rauf hin, dass nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) der Juli 2017 einer der zehn niederschlagsreichsten Julimonate seit dem Messbeginn im Jahr 1881 gewesen sei. So seien mit rund 130 l/m² bundesweit 163 % des Durchschnittswertes von 78 l/m² erreicht worden.