08.11.2017

45 - Weniger Außenschutz

agrarfoto.com

Die Schweizer Regierung will mittelfristig in- und ausländische Agrarmärkte im Rahmen von Handelsabkommen besser vernetzen. Dies soll auch der Ernährungssicherheit dienen, da rund 40 % bis 50 % des inländischen Bedarfs importiert werden. Die Regierung ist davon überzeugt, dass ein teilweiser Abbau des Außenschutzes volkswirtschaftlich vorteilhaft und – begleitet mit geeigneten Unterstützungsmaßnahmen – für die heimische Land- und Ernährungswirtschaft zu bewältigen sein dürfte. Auf scharfe Kritik stießen die Pläne beim Schweizer Bauernverband. Der aktuelle Grenzschutz schade niemandem und nicht einmal die Verbraucherpreise würden sich bei einem Abbau des Außenschutzes merklich ändern, da der Anteil der landwirtschaftlichen Rohstoffe an den Verbrauche­rausgaben gering sei. Im Schnitt gebe der Schweizer nur noch 7 % seines Haushaltsbudgets für Lebensmittel aus.