06.12.2017

49 - Volle Silos trotz Lager und Stängelbruch

Der Silomais kam mit den Wachstumsbedingungen 2017 sehr gut zurecht. Die üppigen Bestände mit besten Ertragserwartungen wurden dann aber am 13. September von Sturmtief Sebastian erwischt, was teilweise massiven Stängelbruch und Lager zur Folge hatte. Auch an den Landessortenversuchen ging dieses Ereignis nicht spurlos vorbei. Norbert Erhardt, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, stellt die Ergebnisse vor und gibt Sortenempfehlungen für 2018.

Foto: Norbert Erhardt

Nach den milden Temperaturen ab der zweiten Maidekade und einer sehr frühen Blüte zeichnete sich noch Ende August ein früher Start in die Silomaisernte ab. In den westlichen Landesteilen wurde diese Entwicklung durch ausbleibende Niederschläge im August zusätzlich angeschoben. An einzelnen Wetterstationen, wie zum Beispiel in Kleve, fielen im gesamten August nur 35 mm Regen, was zumindest auf Standorten mit leichten Böden beginnenden Trockenstress mit zunehmender Restpflanzenabreife zur Folge hatte. Für die Jahreszeit zu niedrige Temperaturen und zum Teil ergiebige Niederschläge ab Anfang September verlangsamten dann die Reifefortschritte. An den Versuchsstandorten Dülmen-Merfeld, Kreis Coesfeld, und Neulouisendorf, Kreis Kleve, konnten die frühen und mittelfrühen Silomaissorten am 11. und 12. September mit Gesamttrockenmassegehalten zwischen 37 und 40 % noch vor dem Sturmereignis geerntet werden.

Mehr in LZ 49-2017, S. 16