01.05.2020

Angehende Landwirte veranstalten Fotowettbewerb

Foto: Michael Frey

Öffentlichkeitsarbeit in der Landwirtschaft gewinnt zunehmend an Bedeutung. Aus diesem Grund beschäftigte sich die landwirtschaftliche Oberstufe des Käthe-Kollwitz-Berufskollegs Aachen mit dem Thema Öffentlichkeitsarbeit mit Fotos. Der Gedanke dahinter: Die Landwirtschaft, insbesondere die Tierhaltung, gerät immer wieder in die Kritik. Schnell entstehen Vorwürfe wie Massentierhaltung, die wiederum durch gängige Medien aufgegriffen werden. Doch der Ruf der Landwirtschaft ist nicht verloren. Durch Transparenz und Öffentlichkeitsarbeit können Betriebe aufklären und Beziehungen zu Verbrauchern aufbauen.

Viele angehende Junglandwirte sind sich bewusst, dass die Landwirte selbst aktiv werden müssen. Eines war den Junglandwirten klar: Der Mensch denkt, träumt und erinnert in Bildern.

Subjektive Wahrheit

Ein jeder nimmt seine Umwelt anders wahr. Das liegt vor allem an den verschiedenen Werten eines jeden. Es ist also illusorisch zu glauben, dass die Diskrepanz zwischen dem, was die Gesellschaft von den Landwirten erwartet, nur dadurch überwunden werden kann, dass die Landwirte ihre Arbeit so darstellen, wie sie heute wirklich ist. Dieses Problem führt dazu, dass Gesprächspartner häufig aneinander vorbeireden.

Der erste Schritt in der Kommunikation zwischen Landwirten und Verbrauchern muss es also sein, eine gemeinsame „Wahrheit“ auszudiskutieren. Fotos können bei diesem Prozess als Übersetzungshilfe dienen. Sie ermöglichen den Perspektivenwechsel und schaffen den Raum, um die vertraute Welt neu wahrzunehmen.

Eines war den Schülern jedoch klar: Nicht jedes Bild ist dazu geeignet, bei der Bevölkerung ein Verständnis für die Landwirtschaft zu erzeugen. Es galt sich also zunächst bewusst zu machen, welche Personengruppe angesprochen werden soll und welche Werte diese Gruppe vertritt. Grundschulkinder nehmen Fotos ganz anders wahr als ihre Eltern.

Wie sehen wir die Welt?

Mit diesem Wissen im Gepäck beschäftigte sich die Abschlussklasse der Landwirte im Fach Vermarktung mit möglichen Motiven zur Imagepflege in der Landwirtschaft. Die Schüler stellten sich die Fragen: Was macht für mich der Beruf Landwirt aus? Was könnte den Verbraucher interessieren? Und wie kann ich mein Bild der Landwirtschaft für andere sichtbar machen?

Jeder Schüler hatte die Aufgabe, ein Foto im Arbeitsalltag aufzunehmen, mit dem Interesse für Landwirtschaft bei Verbrauchern geweckt werden sollte. Schnell waren sich die rund 30 angehenden Landwirtsgesellen einig. Inte­ressante Motive für einen ersten Einblick in die Landwirtschaft sollten moderne Technik, gesunde Tiere und die Arbeit mit und in der Natur sein. Doch wie bringt man diese komplexen Themen auf den Punkt – und das mit einem Bild?

Kriterienkatalog

Ein Kriterienkatalog für gute Fotos musste her. Die Schüler erstellten da­raufhin ein Bewertungsraster zur Auswahl ihrer Fotos. Ist das Hauptmotiv deutlich erkennbar? Ist das Wichtigste im Fokus? Stimmen die Perspektive und die Lichtverhältnisse? Nach diesen und vielen weiteren Aspekten bewerteten die Schüler ihre Fotos. Die Bilder der Schüler Eva Claßen, Thorsten Küpper und Markus van der Zander wurden von der Klasse als besonders repräsentativ und gut getroffen ausgewählt.

Zum Ende der Unterrichtsreihe kamen die angehenden Landwirte zu dem Schluss, dass Fotos alleine nicht ausreichen, um das Image nachhaltig zu verändern. Das Foto als Kommunikationshilfe ermöglicht jedoch einen ersten Kontakt. Das Potenzial im Foto liegt darin, Verbraucher auf sich aufmerksam zu machen, um anschließend im weiteren Kontakt als Landwirt nahbar zu werden und eine Bindung zum Verbraucher aufzubauen. Moderne Medien, wie beispielsweise Instagram, nutzen dieses Prinzip bereits seit vielen Jahren.

Mirjam Daum


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