08.04.2020

Auf in den Endspurt

Foto: Anne Weidenbörner

Marilena: Noch ein paar Tage, dann haben wir es geschafft! Ich freue mich, wenn ich das Projekt Kaffeefasten hinter mir lassen kann und das aus mehreren Gründen. Nicht nur, dass mir der Kaffeegeschmack und mein aufmunterndes Koffein fehlen – ab Sonntag kann ich nun auch das Café meines Vertrauens wieder tatkräftig unterstützen. Am letzten Schummelsonntag bin ich dort vorbeispaziert, Kaffee to go darf es nämlich trotz Corona noch geben. Es wie ausgestorben und fast ohne Personal zu sehen macht jedoch mehr als traurig … Natürlich hat gerade fast jede Branche zu kämpfen – doch an den Orten, die sonst mit lärmenden und lachenden Gästen gefüllt sind und wo man fast schon freundschaftlich und vertraut begrüßt wird, fällt es einem noch mal ganz besonders auf. Die Stille und die Sorgen um die Zukunft. Ich freue mich, wenn das alles vorbei ist und wir alle, hoffentlich unbeschadet, wieder zu unserem normalen Alltag zurückkehren können. Mit gesunden Verwandten und Betrieben, Umarmungen und hoffentlich einem gestärkten Bewusstsein darüber, was im Leben wirklich wichtig ist. Und darum geht es ja irgendwie auch beim Fasten: Die Dinge wieder mehr zu schätzen wissen.

Kathrin: Ich schreibe heute von zu Hause. Nicht wegen Homeoffice, sondern wegen krank. Mich hat eine Nierenbeckenentzündung erwischt. Autsch! Marilena und ich hatten am Anfang abgemacht, dass wir die Fastenregeln aussetzen dürfen, wenn wir krank oder in Quarantäne sind. Jetzt würde das für mich also gelten. Und dann – kein Appetit. Na toll! Für die Genesung ist es aber sowieso besser, sich eher an die Vitaminfraktion als ans Süßigkeitenfach zu halten. Tja, dann werde ich wohl bis Ostern durchziehen. Ist ja nicht mehr lang …

▶ Zitat der Woche: „Ein bisschen ‚Schmacht‘ gehört beim Fasten ja dazu“ – tapferer Mitfaster

▶    Aufmunterung der Woche:Der neue Kaffeevorrat aus dem Lieblingscafé, der schon neben der Kaffeemaschine bereitsteht.