03.10.2019

Dachgewächshaus in Oberhausen eröffnet

Foto: Sabine Aldenhoff

Urban Farming liegt im Trend: Nachhaltigkeit, kurze Wege, die Versorgung der zunehmenden Stadtbevölkerung, Ressourcenschonung und weitere Argumente sprechen dafür, künftig einen Teil der benötigten Lebensmittel direkt vor Ort zu produzieren. Als Leuchtturmprojekt wurde am Donnerstag vergangener Woche in Oberhausen die Eröffnung des Altmarktgartens auf dem Neubau des Jobcenters gefeiert. Denn noch sei so etwas in Deutschland einmalig, betonten die Beteiligten von der Stadt Oberhausen, dem Bauträger und dem Architekturbüro.

Auf den rund 1 000 m² Gewächshausfläche werden Salate, Topfkräuter und Erdbeeren kultiviert. Ein Kompartiment dient der Forschung des Fraunhofer-Instituts UMSICHT, das wichtige Erkenntnisse für die innerstädtische Lebensmittelproduktion erzielen möchte. Das Besondere an dem Konzept ist, dass das Gewächshaus im Austausch mit dem restlichen Gebäude steht: Regenwasser von den Dachflächen wird für die Kulturen verwendet, Abwärme aus den Computerräumen wird direkt ins Gewächshaus geleitet, aufbereitetes Grauwasser (Abwasser vom Händewaschen) aus dem Jobcenter soll ebenfalls zur Bewässerung genutzt werden (was noch zu erforschen ist). Die erwarteten Erträge von jährlich 100 000 Salatköpfen, 200 000 Topfkräutern und 350 kg Erdbeeren sollen auf dem kürzesten Weg auf dem direkt neben dem Jobcenter stattfindenden Wochenmarkt sowie an die lokale Gastronomie inklusive eines Cafés im Jobcenter abgesetzt werden. Nähere Informationen unter www.altmarktgarten-oberhausen.de. as