16.02.2022

Der „Goldene Kreis“

Foto: Elena Peters

Nach dem gemeinsamen Abend mit Annika Ahlers, an dem wir das Thema „das eigene Warum finden“ anschnitten, war ich irritiert und neugierig zugleich. In meinem Hotelzimmer schaute ich mir direkt an, wie Simon Sinek (Bestsellerautor und Business-Berater von renommierten Unternehmen wie Microsoft) darüber spricht, dass vor Beginn jeden Wirkens immer die Frage des Warum steht und mit diesem Beginn sehr bedeutsame Projekte umgesetzt wurden. Dabei beschreibt er das ganze System, wenn beispielsweise ein neues Projekt angegangen wird, anhand des sogenannten Goldenen Kreises. Die kurze Erklärung dieses Kreises ist folgende: Nach Sinek wird im äußeren Kreis entschieden, was verkauft wird, beispielsweise ein Traktor. Im zweiten Kreis werde die Frage beantwortet, wie dieses Produkt/dieser Traktor vermarktet wird. Im inneren Kreis finden wir die Fragen nach dem Warum. Nach diesem Modell sei gerade unsere Motivation entscheidend dafür, mit wie viel Freude man Traktoren vermarkte. Das leuchtet ein, oder? Übrigens: Mehr Infos zum Goldenen Kreis gibt es unter  www.newworkstories.com, Stichwort simon-sinek-fragt-warum.

Nachdem ich dieses Video angeschaut und im Internet die einen oder anderen Zusatzinformationen zu diesem für mich doch neuen Input recherchiert hatte, schlief ich hibbelig ein. Habe ich bisher ja auch immer den Wunsch gehegt, Ideen für den GeHo 2.0 zu finden und umzusetzen, die dazu führen, dass sich meine Arbeit nicht wie Arbeit anfühlt. Dass ich mich aber nun mit dieser fast simplen Fragestellung diesem Wunsch ein großes Stück angenähert hatte, freute mich ungemein. Am liebsten hätte ich direkt losgelegt und mich meinem Warum gewidmet.

Am nächsten Morgen machte ich mich auf zu Annikas Hof. Auf dem Weg zu Hendirk Homann, einer weiteren spannenden Persönlichkeit, die Annika mir vorstellen wollte, unterhielten wir uns direkt über meinen Eindruck von Simon Sinek. Wie einfach es sich doch eigentlich anhört, vor jeder Entscheidung sich wirklich zu hinterfragen „Warum mache ich das?“ und mit diesem Wissen zu starten. Gefühlt nimmt man doch mit einer höheren Motivation einen größeren Aufwand zur Traumerfüllung in Kauf, oder? So kam mir auch gleich meine Idee der Coworking-Spaces in den Kopf. Bei der wäre es zum jetzigen Zeitpunkt auch erst einmal wichtig zu klären, warum ich Coworking-Spaces auf dem GeHo etablieren möchte. Mit einem klar definierten Warum ließe sich der ein oder andere vor mir liegende steinige Weg sicherlich ein bisschen leichter beschreiten.

Apropos Coworking-Spaces: Annika stellte mir Hendirk Homann vor, weil er auf dem Hof Homann eG gerade dabei ist, unter anderem ein Coworking-Space zu errichten. Aber dazu demnächst mehr.

Ihre Christina Ingenrieth