06.03.2019

DLG attestiert verbesserte Nachhaltigkeit

Foto: landpixel

Der Sektor Landwirtschaft in Deutschland ist nachhaltiger geworden. Das geht aus dem Nachhaltigkeitsindex der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hervor. In der Messzahl werden Entwicklungen in den drei Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales zusammengefasst. Demnach hat sich laut DLG die Nachhaltigkeit der deutschen Landwirtschaft von 1990 bis 2016 jährlich um durchschnittlich 1,4 % verbessert. Verantwortlich dafür waren vor allem Fortschritte im Umweltbereich: Laut DLG belief sich die durchschnittliche jährliche Besserungsrate des Teilindikators Abbau Stickstoff-Gesamtbilanz-Überschuss von 1990 bis 2016 auf 3,6 %. Bei der Minderung der Treibhausgasemissionen war pro Jahr ein Fortschritt von 2,3 % zu verzeichnen. Der Teilindex Ökologie insgesamt schneidet so mit einer durchschnittlichen jährlichen Zielverbesserung von 3,1 % ab. Bei den Komponenten Ökonomie und Soziales wurden eher geringfügige Verbesserungen erzielt. Für den DLG-Präsidenten Hubertus Paetow zeigen die Ergebnisse, dass „die Landwirte die Anforderungen der Gesellschaft an Umwelt- und Klimaschutz antizipieren“. Die Bauern sähen sich als Teil der zukunftsorientierten Bioökonomie, als Erzeuger von Lebensmitteln und biogenen Rohstoffen. Dieses Verständnis impliziere die schonende Behandlung der Bewirtschaftungsgrundlagen und der Ressourcen zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Betriebe. „Deshalb ist Nachhaltigkeit der Produktionsverfahren in Ackerbau und Tierhaltung längst zum unternehmerischen Ziel moderner Landwirtschaft geworden“, stellte Paetow fest. Ihm zufolge wurde der Nachhaltigkeitsindex methodisch in Anlehnung an die Berechnung des Welthungerindex entwickelt. Diese Methodik könne auch auf andere Länder übertragen werden, um einen Vergleich der Nachhaltigkeitsentwicklung anzustellen. Das wäre aufgrund der internationalen Verflechtung von Handelsströmen in der aktuellen heimischen politischen Debatte auch hilfreich.