29.04.2021

Eine „Jahrhundertaufgabe“

Foto: imago/Jochen Tack

Die Diskussion um die Honorierung von Ökosystemleistungen des Waldes ist einen großen Schritt vorangekommen. Sowohl der Bundestag als auch die Umweltministerkonferenz (UMK) stellten sich in der vergangenen Woche grundsätzlich hinter die Forderung nach einem entsprechenden Finanzierungsinstrument. Der Bundestag verabschiedete einen Antrag der Koalitionsfraktionen, in dem die Bundesregierung aufgefordert wird, ein dauerhaft einzurichtendes System zu entwickeln, das aus Mitteln der seit Jahresbeginn erhobenen CO2-Abgabe finanziert und zum Aufbau klimastabiler Wälder eingesetzt werden soll. Es gehe darum, die Leistungen der Wälder zu honorieren, in Wert zu setzen und dem Wald wieder zugutekommen zu lassen, betonte der forstpolitische Sprecher der CDU/CSU, Alois Gerig. Wenn Unternehmen für den Ausstoß klimaschädlicher Gase bezahlten, sei es eine logische Konsequenz, dass ein Teil dieser Gelder in die Wälder als größte CO2-Senke fließe.

SPD-Berichterstatterin Isabel Mackensen bezeichnete die Wiederbewaldung von Schadflächen und den Waldumbau zu klimastabilen Mischwäldern als „Jahrhundertaufgabe“. Die in der Forstwirtschaft erzielbaren Erlöse könnten die dafür anstehenden Kosten nicht mehr dauerhaft decken. Die UMK fordert in ihrem Beschluss die Einführung einer dauerhaften, aus Bundesmitteln finanzierten Waldklimaprämie, um langfristig klimastabilere Waldökosysteme zu entwickeln und deren Funktionenvielfalt zu erhalten. Im Vorfeld hatten die „Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) – Die Waldeigentümer“ und die Familienbetriebe Land und Forst ihre Forderungen nach einem entsprechenden Finanzierungsmodell bekräftigt.


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