03.08.2022

EU-Agrarpolitik 2023: Gewinner und Verlierer

Foto: imago/imagebroker

Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik zum 1. Januar 2023 wird viele Betriebe im Rheinland vor Herausforderungen stellen. Für die meisten dürfte sie mit einem Verlust an Wertschöpfung einhergehen und mit geringeren Direktzahlungen zur Einkommenssicherung. Aber es gibt auch Gewinner der neuen Agrarpolitik und Betriebe, die kaum betroffen sind. An vier Beispielbetrieben stellt Dr. Thomas Böcker, Landwirtschaftskammer NRW, die Einschränkungen und Möglichkeiten der GAP 2023 vor.

Trotz der Agrarministerkonferenz (AMK) Ende Juli gibt es keine endgültige Klarheit, wie alle Regeln im Detail ausgestaltet werden. Allerdings wird sich an den Prämienhöhen nicht mehr viel ändern und auch ein Großteil der Vorgaben wird so bestehen bleiben, wie es in den Entwürfen der Verordnungen und auf der letzten AMK festgelegt wurde. Der wichtigste offene Punkt ist, ob die verpflichtende 4 %-Brache tatsächlich bereits zum Jahr 2023 kommt oder um ein Jahr verschoben wird. Die Selbstbegrünung scheint nach den Worten von Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir hingegen vom Tisch zu sein. Beim Fruchtwechsel gab es nun den Kompromiss, dass auf mindestens 35 % der Fläche ein jährlicher Wechsel erfolgen muss. Auch wurde von vielen Seiten gefordert, die Fördersätze für die Öko-Regelungen anzuheben, um die Teilnahme attraktiver zu gestalten. In den folgenden Betriebsbeispielen wird mit den so weit bekannten Regelungen und Prämienhöhen kalkuliert. Zudem wird mit durchschnittlichen Deckungsbeiträgen der letzten Jahre kalkuliert – auch für das Zukunftsszenario.

Mehr in LZ 31-2022 ab S. 17