08.04.2021

Folgenabschätzung zu Mercosur veröffentlicht

Foto: pixabay

Die Europäische Kommission hat die lang erwartete Folgenabschätzung zum Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten vorgelegt. Die Generaldirektion Handel veröffentlichte die von der London School of Economics (LSE) angefertigte Nachhaltigkeitsprüfung am Montag vergangener Woche auf ihrer Webseite. Der Bericht basiert grundsätzlich auf der Modellierung eines konservativen und eines ambitionierten Szenarios, bei den sektorbezogenen Analysen wird ein anderes Verfahren he­rangezogen. Unter konservativen Rahmenbedingungen würde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gemäß der Folgenabschätzung bis 2032 in der EU bei Umsetzung der Übereinkunft um zusätzliche 10,9 Mrd. € oder 0,1 % und im Mercosur um 7,4 Mrd. € oder 0,3 % steigen. Das ambitionierte Szenario sagt im gleichen Zeitraum einen BIP-Zuwachs von 15 Mrd. € für die Mitgliedstaaten und von 11,4 Mrd. € für die südamerikanischen Länder voraus. Die Gesamtexporte der EU sollen durch das Abkommen um 0,4 % beziehungsweise 0,6 % zulegen, die Importe aus aller Welt um 0,9 % beziehungsweise 1,1 %.

Die Rindfleischlieferungen aus dem Mercosur würden allerdings erheblich stärker wachsen, und zwar um 30 % oder sogar 64 %, zugleich soll die Erzeugung von Rindfleisch in der EU zwischen 0,7 % und 1,2 % schrumpfen. Erheblich profitieren würden laut der Folgenabschätzung die europäischen Exporte von Milchprodukten, und zwar aufgrund der Senkung der hohen Importzölle der Mercosur-Länder. Im konservativen Szenario wird von einer Steigerung um 91 % ausgegangen, im ambitionierten Szenario sind es nochmal 30 Prozentpunkte mehr. Ausgehend von einer niedrigeren Basis könnten die Lieferungen von Milchprodukten aus Südamerika um 18 % beziehungsweise 165 % zulegen.

Weniger eindeutig, aber im Grundsatz pessimistisch, sind die Vorhersagen für Zucker und Ethanol. Festgestellt wird, dass die Mercosur-Staaten hier Wettbewerbsvorteile hätten und dass die betreffenden Importe in die EU nach dem Abbau der derzeitigen Zölle zunehmen würden.


Anzeige

 

 

Helfer: Landwirte packen in den betroffenen Gebieten mit an, waren oft mit die Ersten vor Ort.

Schäden: Laut der Vereinigte Hagelversicherung VVaG liegt die geschädigte Fläche bei 6.400 ha, die geschädigte Versicherungssumme wird auf 24.000.000 € geschätzt.

 

 

 

Aus Fehlern wird man klug

Jedem unterläuft mal ein Fehler, aber niemand redet gerne darüber. Aber so ärgerlich Fehler sind, so hilfreich können sie auch sein – wenn man bereit ist, aus ihnen zu lernen. Damit steckt in ihnen auch für landwirtschaftliche Betriebe ein großes Potenzial für Verbesserungen. Haben Sie Interesse Ihr Fehlerverhalten einmal näher zu beleuchten? Oder möchten Sie mithelfen, ein möglichst komplettes Bild der Lage zu erstellen? Dann nehmen Sie anonym an der Online-Umfrage teil:

https://ww3.unipark.de/uc/na-mist-gebaut/

Das Ausfüllen des Fragebogens dauert etwa 25 Minuten und ist auch auf dem Smartphone oder Tablet möglich. Es gibt keine „richtigen“ oder „falschen“ Antworten! Bei Rückfragen können Sie sich gerne direkt an Anika Bolten wenden: anika.bolten@remove-this.uni-kassel.de.

 

Service

Das Landfrauentelefon

All Hentai games https://dtsmusic.top/ Foot Fetish