24.11.2021

Futterhäuschen, Nistkästen & Co. – Kolping-Mitglieder basteln für Flutopfer

Foto: Dr. Elisabeth Legge

„Natürlich wollen wir als Kolping-Familie auch Menschen, die von der Flutopferkatastrophe betroffen sind, helfen“, sagt Josef Schmitz, Vorsitzender der Kolping-Familie Ersdorf-Altendorf. Aus der Kasse der Kolping-Familie wurden 500 € für zwei betroffene Familien aus Altendorf bei Meckenheim, wo ebenfalls die Flutkatastrophe im Juli große Schäden angerichtet hat, unterstützt. Aber der Vorstand wollte noch mehr tun, um auch weiteren von der Flut betroffenen Familien zu helfen. „Daher haben wir gebastelt“, berichtet Schmitz. Auf dem Hofgelände seines ehemaligen Obstbaubetriebes in Altendorf haben sich bei diesem Termin mit der LZ noch weitere Kolping-Mitglieder eingefunden. Konrad Kuchem und Walter Wette, ebenfalls beide aus Altendorf, und als Vierte im Bunde Margit Meyer, eine Kolping-Schwester aus Meckenheim. Eigentlich sind sie zu sechst, aber Rudolf Dick und Martin Binder sind an diesem Tag verhindert.

Stolz präsentiert mir die kleine Gruppe, alle in den Siebzigern, ihre „Werke“. In den vergangenen Wochen haben die rüstigen Senioren neun Vogelfutterhäuschen, 18 Vogelnistkästen, 14 Insektenhotels und zehn Schwedenfeuer gefertigt. Ungefähr neunmal haben sie sich dazu vor- oder nachmittags – meist in der Werkstatt von Josef Schmitz – getroffen und zusammen Holz gesägt, die Materialien zugeschnitten, die Futterhäuschen und Vogelnistkästen zusammengesetzt und Aufhänger oder Stützen angebracht. Wie viel Zeit sie beispielsweise für das Erstellen eines Futterhäuschens gebraucht haben, können die vier nicht genau sagen. „Das Ganze dauert schon seine Zeit. Wir sind schließlich keine Profis, aber wir sind auch immer besser und schneller geworden“, meinen die vier. Vieles gucken sie sich dabei immer bei Konrad Kuchem ab, nach Aussagen seiner Mitstreiter der fähigste Bastler in der Truppe. „Wir ergänzen uns einfach alle prima. Jeder macht das, was er am besten kann“, meint dazu der gelernte Feinmechaniker bescheiden. Und natürlich geht es nicht ohne eine gute Zuarbeit. Diese Aufgabe übernimmt Margit Meyer. Sie hält die Teile zusammen, die befestigt werden sollen, und reicht ihren männlichen Mitstreitern das Werkzeug an. Sie sei die perfekte Zuarbeiterin, betonen die Herren.

Mit Spaß bei der Sache

Margit Meyer lacht. „Ja, es macht großen Spaß, mit den Männern zusammenzuarbeiten.“ Auch ihren Kolping-Brüdern macht das gemeinsame Basteln Spaß. „Wir machen das freiwillig und tun dabei etwas für einen guten Zweck. Und natürlich genießen wir die Geselligkeit“, betont Konrad Kuchem. Nach jeder gemeinsamen Werkaktion gibt es noch ein Schnäpschen oder zumindest einen Cappuccino, serviert von Josef Schmitz‘ Ehefrau Gertrud, die die fleißigen Bastler auch ab und zu mit einem Stück Kuchen verwöhnt.

Eigentlich hätten die vier beziehungsweise sechs Bastler noch gerne mehr Werke erstellt, aber das hat sich inzwischen erledigt. „Ursprünglich wollten wir unsere Futterhäuschen, Nistkästen, Insektenhotels und Schwedenfeuer auf dem hiesigen Weihnachtsmarkt, dem sogenannten Winterzauber, an-bieten und verkaufen. Dieser ist aber coronabedingt abgesagt“, bedauert Schmitz. „Das ist sehr schade, denn dieser Markt ist immer gut besucht und vor allen Dingen bei Familien mit Kindern beliebt“, ergänzt Walter Wette, der vor seiner Pension Mitarbeiter im Bundeslandwirtschaftsministerium war.

Absatz gesichert

Allerdings braucht sich die kleine Truppe keine Sorgen über den Absatz ihrer gefertigten Werke machen. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda ist bereits ein Großteil verkauft. „Außerdem haben wir eine Reihe Vorbestellungen und ich denke, es werden noch mehr Bestellungen dazukommen“, gibt sich Schmitz optimistisch. Er jedenfalls geht davon aus, dass aus dem Verkaufserlös etwa 1 400 € für Flutopfer zusammenkommen. Die Kosten für das Material seien dankenswerterweise von der ortsansässigen Bank übernommen worden. „Der Verkaufserlös kann somit zu 100 % an die Flutopfer weitergegeben werden“, freut sich die agile Rentnertruppe.  Und wohin geht der Verkaufserlös? „Das entscheidet die Mitgliederversammlung unserer Kolping-Familie, die immer im Januar stattfindet. In jedem Fall wird das Geld an Flutopfer hier aus unserer Region gehen“, betont der Vorsitzende Schmitz.

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