21.11.2020

Getreidekrankheiten eingedampft

Foto: imago images/Stefan Zeitz

Thermische Verfahren zur Behandlung von Saatgut mit Dampf und Warmwasser haben ein großes Potenzial, die keimenden Nutzpflanzen vor Krankheiten zu schützen. Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler der Schweizer Forschungseinrichtung Agroscope nach entsprechenden Untersuchungen gekommen, die in Zusammenarbeit mit der Agrargenossenschaft fenaco durchgeführt wurden. Wie Agroscope am Dienstag vergangener Woche mitteilte, standen die Pflanzenkrankheiten Schneeschimmel, Stinkbrand und Flugbrand bei Getreidesaatgut im Fokus. Im Labor sei analysiert worden, wie keimfähig und gesund die Samen nach der Behandlung seien. Dabei seien die Vorteile einer Dampfbehandlung gegenüber anderen Methoden deutlich geworden. Diese habe eine kurze Behandlungszeit, sei kostengünstig und wirke gegen Krankheiten, die sich außen auf dem Korn befänden, so die Forscher. Nachteilig sei allerdings, dass der Dampf im Vergleich zum kostenintensiven Warmwasserbad nicht gegen Krankheiten helfe, die sich im Inneren des Samens befänden, wie zum Beispiel die Flugbranderreger. Die Leiterin des Projekts „Alternative Behandlungen von Getreidesaatgut“ bei Agroscope, Karen Sullam, zeigte sich dennoch überzeugt, dass die Dampfbehandlung, kombiniert mit einer verbesserten Krankheitsdia­gnostik, dazu beitragen werde, den Einsatz von chemisch-synthetischen Saatgutbeizungen zu verringern und gleichzeitig gesundes Getreide zu produzieren. Nach Ansicht der Wissenschaftler ist eine Umstellung von der herkömmlichen Saatgutbeizung zur Dampfbehandlung in der Praxis möglich.


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