09.08.2022

Hanf braucht wenig und liefert viel

Foto: Annegret Keulen

Seit 1996 darf Nutzhanf wieder in Deutschland unter strengen Auflagen angebaut werden. Cannabis sativa, so der lateinische Name der alten Kulturpflanze, hat ackerbaulich viele Vorteile und kann stofflich fast komplett verwertet werden. Wie sich das Potenzial von Hanf sowohl beim Anbau als auch bei seiner Verwertung besser nutzen lässt, erfuhren Hanfanbauer und Neueinsteiger beim Hanftag am 2. August in Haus Düsse. Annegret Keulen war für die LZ dabei.

Wilhelm Teklote, Landwirt aus Rhede, baut bereits seit Längerem Winterhanf an. Seit diesem Jahr steht auch Sommerhanf in der Fruchtfolge, mit dem der Landwirt in die Ölproduktion einsteigen will. Hanf habe einen hohen Vorfruchtwert, eine tiefe Durchwurzelung und verhindere die Stickstoff(N)-Auswaschung ins Grundwasser, zählte der Referent die positiven Eigenschaften der Pflanze auf. Letzteres mache die Kultur auch für Landwirte, die in den sogenannten roten Gebieten mit sehr hoher Nitratbelastung wirtschaften, interessant. Auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln kann beim Hanfanbau verzichtet werden. Darüber hinaus benötigt Hanf nur wenig Wasser. „Der Anbau von Hanf trägt damit zu einem positiven Image der Landwirtschaft bei“, so die Erfahrung des Landwirts.

Mehr lesen Sie in LZ 32-2022 ab S. 23