08.02.2019

Herdenschutz: RLV drängt weiter auf Nachbesserungen

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Bei der aktuell anstehenden Überarbeitung der „Förderrichtlinien Wolf“ in NRW sollten neben dem Materialaufwand auch Aufbau- und Unterhaltungskosten in vollem Umfang gefördert werden. Finanziell berücksichtigt werden müsse zudem der erhöhte Betreuungsbedarf nach Nutztierrissen. Dies hat der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) kürzlich nochmals in einem Schreiben an das zuständige Ministerium in Düsseldorf deutlich gemacht. Positiv zu werten, so der RLV, sei die Absicht, künftig auch in sogenannte Pufferzonen Schutzmaßnahmen finanziell zu unterstützen. Zuwandernde oder durchziehende Wölfe müssten frühzeitig die Erfahrung machen, dass Nutztiere keine leichte Beute seien. Der freiwillige Herdenschutz in der Pufferzone dürfe daher nicht verschränkt werden mit der Frage möglicher Billigkeitsleistungen nach Tierrissen. Vermieden werden sollten zudem unnötige bürokratische Hemmnisse. So sieht der Förderantrag derzeit etwa eine Ortsbeschreibung mit Gemarkung, Flur und Flurstück vor. Im Falle mobiler Schutzzäune und häufig wechselnder Hutungen sei dies wenig praxisnah. Dringend angezeigt nach Auffassung des RLV ist eine deutliche Beschleunigung der DNA-Untersuchungen nach Tierrissen, damit Ergebnisse zur Feststellung der Rissursache und zur Beantragung einer Entschädigung innerhalb weniger Tage vorliegen. Derzeit vergingen bis zum Vorliegen des Befundes durchschnittlich fünf Wochen, im Einzelfall sogar länger. Im Übrigen sollten Regeln zur Entnahme bzw. Tötung pro­blematischer Wölfe bei Fortschreibung des „Wolfsmanagementplan NRW“ umfassend Berücksichtigung finden, so der RLV. RLV