25.11.2020

Hilfen für Schweinehalter

Foto: imago images/Daniel Schvarcz

Aufgrund der anhaltend angespannten Lage am Schlachtschweinemarkt spielt die europäische Kommission nun offensichtlich doch mit dem Gedanken von Eingriffen in den Markt. Es bestehe die Möglichkeit von Beihilfen zur privaten Lagerhaltung (PLH), erklärte EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski vergangene Woche. Er stellte fest, dass die Afrikanische Schweinepest (ASP) und die damit einhergehenden Exportbeschränkungen ein besonderes Problem darstellten. Derweil leide der Fleischabsatz unter der Corona-Krise und den Unsicherheiten rund um den Brexit. Bei der PLH handelt es sich laut Wojciechowski allerdings um eine eher kurzfristige Maßnahme, um den Schweinehaltern zu helfen. Allerdings scheint es noch keine konkreten Pläne zu geben, wann und in welchem Umfang mit PLH-Beihilfen für Schweinefleisch zu rechnen ist. Den deutschen Schweinehaltern ist laut der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) infolge der Corona-Pandemie durch fehlende Schlachtkapazitäten und eingebrochene Preise bereits ein Milliardenschaden entstanden. Die ISN fordert daher „schnelle und unbürokratische Corona-Hilfen analog zur Gastronomie“. Lege man die seit März 30 Mio. vermarkteten Schweine zugrunde, lasse sich wegen Corona ein Verlust von 1,3 Mrd. € kalkulieren, der sich zusammen mit den Erlöseinbußen durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) sogar auf 1,5 Mrd. € belaufe. Für die Schweinehalter ging es jetzt um die Existenz. Neben den Corona-Nothilfen müssten die Maßnahmen zur Auflösung des Schweinestaus und zur Öffnung der Exportmärkte konsequent umgesetzt werden. Für nicht zielführend hält die ISN die Bezuschussung der privaten Lagerhaltung (PLH), weil das Geld nicht bei den Bauern ankomme.


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