07.12.2021

Ja oder Nein: einen „GeHomaten“ anschaffen?

Foto: Elena Peters

Immer noch befinden Sie, liebe Leser und Leserinnen, sich mit mir auf der Inspirationsreise im Herbst 2020, auf der ich unter anderem auch mit einem Coaching mit Maxine versuchen wollte, persönlich einen Schritt weiterzukommen. Sie half mir anhand meiner ersten Ideen – dem „GeHomaten“ – einen Leitfaden für Neuerungen zu entwickeln. Dabei geht es um einen Automaten, der es Kunden ermöglicht, 24 Stunden auf dem GeHo unsere Herzensprodukte zu erhalten. Der Leitfaden enthielt folgende Fragen, die Projektentscheidungen erleichtern sollten:

1. Was wären die nächsten Schritte?

2. Welche Bedeutung hätte ein „GeHomat“ für den GeHo?

3. Wie passt das Projekt „GeHomat“ zu meiner größeren Vision des Hofes?

4. Welche Vorteile ergeben sich aus der Entscheidung für einen „GeHomaten“?

5. Welche Nachteile ergeben sich aus der Entscheidung für einen „GeHomaten“?

6. Wie könnten wir mögliche Nachteile ausgleichen?

7. Welche Bedeutung hat das Projekt „GeHomat“ für mich persönlich?

Nach Vervollständigung der Liste ist die Entscheidung tatsächlich gefallen: Für den Moment oder in der aktuellen Situation entscheiden wir uns erst einmal gegen die Anschaffung eines „GeHomaten“. Die Gründe sind vielfältig, einer der stärksten ist aber, dass ich – noch – nicht zu 100 % hinter einem solchen Automaten stehen würde. Zumal die Befüllung unter anderem auch von mir gestemmt werden müsste, dies sich aber schwierig gestaltet, wenn ich selbst nicht vor Ort wohne. Und meinen Eltern stets die Befüllung zu überlassen, an Tagen, an denen sie gegebenenfalls selbst die Freizeit nutzen wollen, möchte ich auch nicht. Somit wird dieses Projekt vorerst auf Eis gelegt. Sollte ich zukünftig auf die verrückte Idee kommen, auf dem GeHo bauen zu wollen, fällt dieses Argument weg und könnte dem Projekt „GeHomat“ eine neue Dynamik geben.

Wer mich kennt, weiß, dass ich dem „GeHomaten“ im Vorhinein durchaus euphorisch gegenüberstand. Für eine fundierte Entscheidung ist es umso wichtiger, alle Argumente neutral zu betrachten. Die habe ich natürlich in Gänze nicht alleine getroffen, sondern auch mein Papa hat eine wichtige Rolle dabei gespielt. Denn mit seiner Erfahrung aus mehr als 30 Jahren Direktvermarktung, Hofladen und Marktbeschickung hat er auch zur Entscheidung beigetragen.

Sie sehen also, sich auch einmal bewusst gegen ein Projekt zu entscheiden, ist nicht schlecht. Vielmehr ermöglicht es mir nun, mich weiter auf andere Projekte zu konzentrieren und mit den Gedanken nicht an dem Automaten hängen zu bleiben. Und wer weiß? Vielleicht nutzen Sie bei Ihrer nächsten Projektentscheidung ja auch einmal die Fragen.

Ihre Christina Ingenrieth