07.06.2019

Kartoffelzüchtung beschleunigen

Foto: landpixel

Schnellere Fortschritte bei der Züchtung von neuen Kartoffelsorten wollen Wissenschaftler der Universität Düsseldorf und verschiedene Züchtungsunternehmen im Rahmen des Forschungsprojekts „PotatoTools“ erreichen. Wie die Hochschule in der vergangenen Woche berichtete, sollen Werkzeuge für die genomische Selektion erarbeitet werden. Ziel sei es, das genetische Potenzial künftiger Sorten anhand von im Erbgut verteilten Informationen vorherzusagen. Bislang fehlen dafür, der Universität zufolge, wichtige genomische Ressourcen. Zudem gebe es keine Möglichkeit, um unterschiedliche Genotypen von Kartoffeln mit leistungsfähigen Verfahren zu charakterisieren. Unklar sei auch noch, wie der Ablauf von Züchtungsprogrammen verändert werden müsste, um die Vorteile der genomischen Selektion optimal zu nutzen. Laut den Forschern ist die Kartoffel aufgrund verschiedener genetischer und biologischer Faktoren nur schwer durch klassische Züchtung zu verbessern. Neben der Ausstattung mit einem vierfachen Chromosomensatz verlangsame der geringe Vermehrungskoeffizient den Züchtungsfortschritt, da ökonomisch interessante Merkmale erst gegen Ende eines Züchtungszyklus erfasst werden könnten. Das Bundeslandwirtschaftsministerium fördert „PotatoTools“ für drei Jahre durch die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Das Projektvolumen beträgt inklusive der Anteile der beteiligten Unternehmen  2,7 Mio. €.