19.01.2022

Kaum Pestizidrückstände

Foto: imago/Westend61

Häufig verzehrte Lebensmittel wie Karotten, Kartoffeln oder Äpfel und beliebte saisonale Erzeugnisse wie Erdbeeren oder Spargel weisen seit Jahren kaum oder gar keine Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte von Pflanzenschutzmitteln auf. Bei Lebensmitteln, von denen mindestens 100 Proben untersucht wurden, traten 2020 die meisten Überschreitungen bei Granatäpfeln mit 22,9 %, tiefgefrorenen Brombeeren mit 13,9 %, frischen Kräutern mit 13,3 % und getrockneten Bohnen mit 7,6 % auf. Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitteilte, wurden für die „Nationale Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln 2020“ von den Überwachungsbehörden der Bundesländer insgesamt 18 921 Lebensmittelproben auf bis zu 1 048 Stoffe untersucht. Die Untersuchungen von Biolebensmitteln hätten bestätigt, dass diese weniger Pflanzenschutzmittelrückstände enthielten als konventionelle Ware. Die Rückstandsbelastung variiere abhängig von der Herkunft der Waren. Bei Lebensmitteln aus Deutschland seien in 2,0 % der untersuchten Proben Überschreitungen der geltenden Rückstandshöchstgehalte festgestellt worden. Bei Erzeugnissen aus anderen EU-Mitgliedstaaten belief sich der Anteil laut BVL auf 1,3 % und bei importierten Lebensmitteln aus Drittstaaten auf 7,8 %.