10.06.2021

Klimaschutzleistung des Waldes

Foto: imago/blickwinkel

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner will die Klimaschutzleistung der heimischen Wälder künftig honoriert sehen. Das hat die Ressortchefin am Mittwoch vergangener Woche auf dem Nationalen Waldgipfel in Magdeburg bekräftigt. Der Wald in Deutschland speichere jedes Jahr 62 Mio. t Kohlenstoff und sei damit „Klimaschützer Nummer eins“. Diese Leistung müsse entlohnt werden. Wenn CO2-Emissionen einen Preis erhielten, dann „müssen wir umgekehrt auch diejenigen unterstützen, die unseren Wald als maßgeblichen Klimaschützer erhalten, pflegen und bewirtschaften“. Zumal die ökonomischen Perspektiven der Betriebe schlecht seien. Es werde noch lange dauern, bis im Wald wieder Geld verdient werde, erklärte die CDU-Politikerin. Für die Honorierung habe sie bereits ein politisch und fachlich breit getragenes Modell auf den Tisch gelegt, das zusammen mit Vertretern von Bund, Ländern, Praktikern aus der Forstwirtschaft und der Wissenschaft erarbeitet worden sei. Das Model habe zwei Stufen. Zum einen solle ein Sockelbetrag an die Waldbesitzer gezahlt werden, mit dem der Erhalt, die Entwicklung und die Bewirtschaftung besonders klimaresilienter Wälder honoriert werde. Voraussetzung solle die Vorlage einer Nachhaltigkeitszertifizierung sein. Die Höhe und die Staffelung dieses Sockelbetrages würden wissenschaftlich hergeleitet. Wer durch weitere Maßnahmen die CO2-Speicherleistung des Waldes erhöhe oder sicherstelle, dass sein geerntetes Holz in langlebigen Holzprodukten verwendet werde, solle einen Aufschlag erhalten, erläuterte Klöckner. Zu dem Modell sei sie derzeit in Abstimmung unter anderem mit der Europäischen Kommission, um beihilferechtliche Fragen zu klären.


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