10.04.2019

Kundgebung in Münster mobilisiert Landwirte aus ganz Deutschland

Foto: Detlef Steinert

Gut 6 000 Bäuerinnen und Bauern aus Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen und weiteren Bundesländern machten bei der Kundgebung in Münster deutlich: Eine weitere Verschärfung der Düngeverordnung trifft die Bauern in ganz Deutschland ins Mark. Die Präsidenten der Bauernverbände in NRW, Bernhard Conzen und Johannes Röring, zeigten auf, wie folgenreich eine Verschärfung der Düngeverordnung für alle Betriebe im Land wäre. Während sich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner sowie Landesministerin Ursula Heinen-Esser den Bauern stellten, waren trotz Einladung weder Umweltministerin Svenja Schulze noch Staatssekretär Jochen Flasbarth gekommen. So versäumte es Klöckner nicht, Anwürfe an ihre Adresse mit Verweis auf die Federführung des Umweltministeriums zu kontern. Sie erinnerte auch daran, dass die heutige Situation auch daraus resultieren würde, dass 2012 weitreichendere Regelungen in der Düngeverordnung verhindert worden seien. Dennoch warb sie um Sympathie für die Landwirtschaft und verurteilte das Verunglimpfen von Bauern („Bashing“). Landwirtschaft sei systemrelevant, deshalb wolle man mit einem 7-Punkte-Plan den Landwirten helfen, die Folgen der Verschärfung abzumildern. Dies unterstrich auch NRW-Ministerin Ursula Heinen-Esser, die zudem eine Überprüfung des Messstellennetzes in NRW ankündigte. ds