29.04.2020

Landesgartenschau Kamp-Lintfort öffnet Zechenpark für Besucher

Foto: Stefan Büschken

Genau zwischen Ruhrgebiet und Niederrhein liegt Kamp-Lintfort. Hier soll am 5. Mai – trotz Corona-Pandemie – das Gelände der Landesgartenschau (Laga) geöffnet werden. Auch die Landwirtschaft wird vor Ort vertreten sein.

Aktuell sind bereits an bestimmten Tagen Spaziergänge durch den Zechenpark, der als Stadtpark ohnehin dauerhaft der Kamp-Lintforter Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden sollte, möglich. Einen ersten virtuellen Rundgang gibt es bereits als Film in den sozialen Medien und unter www.kamp-lintfort2020.de zu sehen.

Vorerst bleiben die Einrichtungen und das eigentliche Ausstellungsgelände der Landesgartenschau auf dem Gelände bis zum 5. Mai geschlossen. Das sind insbesondere das Kalisto, alle Spielplätze, das Zentrum für Bergbautradition, das Green FAB Lab, die Blumenhalle, der Gärtnermarkt, die Auffahrt auf den Förderturm und die Ausstellungsgärten. Alle Auflagen und insbesondere die Abstandsregelungen werden durch Laga-Personal und städtisches Personal kon-trolliert, sodass die Sicherheit für alle Besucher gewährleistet ist.

Die 39 000 Einwohner zählende Stadt Kamp-Lintfort erfindet sich gerade neu. Früher Klosterdorf, dann Bergbau- und Zechenstadt, seit 2009 Hochschulstandort und nun Austragungsort der Laga. Kamp-Lintfort hat sie ergriffen. Die Laga Kamp-Lintfort 2020 ist die 18. Veranstaltung dieser Art in Nordrhein-Westfalen. Den Zuschlag erhielt die Stadt im Jahr 2015. Die Verfasser des Siegerentwurfs für den Zechenpark, das Landschaftsarchitekturbüro bbzl, Berlin, entwickelten als Leitidee die prägende Struktur aus dem Verlauf der Großen Goorley. Das nach 100 Jahren Bergbaunutzung erstmals wieder öffentlich zugängliche Areal präsentiert sich nun als großer, offener und vielseitig nutzbarer Freiraum.

Das Landschaftsbauwerk, das die Hinterlassenschaften von Zeche und Kokerei grundwassersicher aufgenommen hat, gliedert das Areal in zwei Bereiche: offene Wiesen gegenüber vom Zechenquartier und ein kleinteiliger Gehölzsaum entlang des Verlaufs der Goorley. Baumlinien und Wege vernetzen beide Bereiche. So entsteht eine sehr gute Anbindung an die denkmalgeschützte Bergarbeiter-Altsiedlung für die Zeit nach der Gartenschau. Von dem knapp 70 m hohen Zechenturm können Besucherinnen und Besucher auf die eindrucksvolle Industriearchitektur, den Park und bis weit ins Umland schauen. Der rund 2 km lange, ufernahe WandelWeg entlang der Großen Goorley verbindet den Zechenpark mit dem Kloster Kamp. Ein nachhaltiger Ausstellungsbeitrag im Süden des Zechenparks ist das Kalisto, ein kleiner Tierpark. Dort werden naturnahe Spiel- und Erlebnismöglichkeiten geboten. Im rund 1,5 ha großen Areal sind ab 2020 sowohl heimische als auch exotische Haus- und Nutztiere, unter anderem Erdmännchen, beheimatet.

Allein rund 270 000 Zwiebeln und 22 000 Stauden wurden im Zechenpark gepflanzt, außerdem rund 800 große Bäume. Nicht nur auf dem Quartiersplatz, sondern auch in den Wiesenflächen entlang der sogenannten Sparkassen-Promenade, an den Wegen und auf dem Großen und Kleinen Fritz setzen die Planer blühende Akzente. Neben Blumenzwiebeln und den Frühjahrs- und Sommerpflanzungen mit einjährigen Blumen wachsen im Park Tausende Stauden und Gräser. ah


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Die LZ Rheinland ist Medienpartner für die Landesgartenschau in Kamp-Lintfort. Wir laden unsere Leser und Besucher unserer Website ein, sich den Internetauftritt unter www.kamp-lintfort2020.de anzuschauen. Dort finden Sie auch die Informationen rund um die Veranstaltungen auf dem Forum Landwirtschaft des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV). Hier gibt es „Landwirtschaft für jeden Geschmack“.

 

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