22.07.2020

Ministerin Klöckner übernimmt i.m.a-Forderung

Foto: BMEL/Photothek/Janine Schmitz

In einem Rundschreiben an alle Kultusministerien der Bundesländer hat sich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner für eine realistische Darstellung der Landwirtschaft in Schulbüchern eingesetzt. Damit stellt sich die Ministerin an die Seite des gemeinnützigen Vereins i.m.a, der diese Forderung bereits seit vielen Jahren aufstellt und immer wieder durch repräsentative Umfragen unter der bundesdeutschen Bevölkerung unterstreicht. „Wir danken der Ministerin, dass sie sich unsere Forderungen nach einer objektiven und realistischen Darstellung der Landwirtschaft zu eigen macht und jetzt die Kultusminister der Länder auffordert, in diesem Sinne aktiv zu werden“, kommentiert i.m.a-Geschäftsführer Patrik Simon das Rundschreiben der Politikerin. Auch der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) zeigt sich erfreut, dass die oft wiederholte Forderung des Berufsstandes nun endlich Gehör findet.

Klöckner kritisiert, wie „über den Ackerbau, die Tierhaltung, über Verbraucherfragen in unserer Gesellschaft häufig holzschnitzartig und emotional diskutiert wird“. Bereits Kinder sollten „altersgerecht aufbereitete und ausgewogene Informationen erhalten, um sich ein realistisches Bild von der Landwirtschaft anzueignen“, fordert die Politikerin. Die Arbeit der Bauern müsse mehr Wertschätzung erfahren. Manche Schulbücher würden dazu nicht beitragen, sondern „allzu oft ein romantisches, tendenziöses Bild“ der Landwirtschaft zeichnen. Das würde zum Mobbing von Bauernkindern führen und Landwirte sowie deren Arbeit diskreditieren – „gerade, wenn sie nicht zu den Ökobetrieben gehören“, so Klöckner. Sie verwies auf den Agrargipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, bei dem auch dieser Sachverhalt diskutiert worden war.

Ministerin Klöckner appelliert an die Kultusminister, „sich dieser Thematik anzunehmen“ und sich gemeinsam mit den für die Landwirtschaft zuständigen Ministerien der Länder für eine realistische und nicht einseitig urteilende Abbildung der Landwirtschaft in Schulbüchern zu engagieren. i.m.a-Geschäfts- führer Patrik Simon weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass bereits seit Jahren Wissenschaftler für den Verein Schulbücher analysieren, um sachlich falsche und auch einseitige und tendenziöse Darstellungen der Landwirtschaft aufzudecken. „Immer wieder weisen wir die Schulbuchverlage darauf hin, damit diese Fehler korrigiert werden. Besser wäre es, die Ministerien würden derartige Bücher gar nicht erst für den Unterricht freigeben“, so Simon weiter. Nachdem in den Lehrplänen landwirtschaftliche Themen wieder mehr Beachtung finden, sei es umso wichtiger, dass sich die Inhalte der Schulbücher an der Wirklichkeit orientieren und somit zu einer unbefangenen Meinungsbildung beitragen.


Anzeige

 

 

 

 

Die LZ Rheinland ist Medienpartner für die Landesgartenschau in Kamp-Lintfort. Wir laden unsere Leser und Besucher unserer Website ein, sich den Internetauftritt unter www.kamp-lintfort2020.de anzuschauen. Dort finden Sie auch die Informationen rund um die Veranstaltungen auf dem Forum Landwirtschaft des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV). Hier gibt es „Landwirtschaft für jeden Geschmack“.

 

Service

Quicklinks

Das Landfrauentelefon

All Hentai games https://dtsmusic.top/ Foot Fetish