17.08.2022

Netzwerken

Foto: Elena Peters

So gingen zwei Tage zu Ende und heraus kam ein über 80-seitiges Zukunftskonzept, das mir in Gänze ein gutes Gefühl gegeben und damit auch die Entscheidung für die Hofübernahme weiter bestätigt hat. Nun stehe ich, knapp drei Jahre nach der Erstellung dieses Konzepts, mitten in der zuvor beschriebenen Zukunft und bin auf dem Weg, den ­GeHo zum GeHo 2.0 zu formen. In dieser Findungsphase versuche ich auch, mich neuen Projekten und Kooperationen zu widmen und mein eigenes Netzwerk aufzubauen.

Vorab: Netzwerken heißt übersetzt, sich ein gutes „Netz“ aus (häufig beruflichen) sozialen Kontakten aufzubauen. Ziel dabei ist in der Regel der Austausch untereinander und die gegenseitige Hilfe. Ein guter Weg zur Identifikation geeigneter Netzwerkkontakte ist es, sich Kontakte oder Accounts (beispielsweise bei Social Media) anzuschauen, die sich mit ähnlichen oder verwandten Themen befassen. Wichtig dabei ist es, den Schritt der Kontaktaufnahme zu gehen und in den aktiven Austausch zu kommen. Nur so kann das Netzwerk einen Mehrwert generieren. Hier passt folgender Spruch: „Es gibt zwei gute Gründe, Menschen zu treffen. Entweder sie verändern dein Leben. Oder du veränderst ihres.“

Mir persönlich fällt das Netzwerken mittlerweile recht leicht. Dies war nicht immer so, denn erst mit meinen Erfolgen habe ich gemerkt, welchen Mehrwert mir eine offene Art in diesem Bereich bringt und mir dann sogar Spaß macht. Beim Scrollen durch Instagram bin ich über den Account „Friederike Greilich | Bauernhof Marketing“ gestolpert. Friederike unterstützt gastgebende Landwirte wie Ferienbauernhöfe und Direktvermarkter in ihrer Marketing- und Kommunikationsarbeit, damit diese wieder mehr Zeit für Familie, Gäste, Tiere und natürlich sich selbst haben! Wichtig ist Friederike dabei, dass der Landwirt das große Thema rund um Social Media nicht als ein unbekanntes schwarzes Loch sieht, sondern erkennt, dass dies eine Möglichkeit ist, mit bestehenden, aber vor allen Dingen auch neuen Kunden in Kontakt zu kommen. Und dass es gerade für Direktvermarkter mittlerweile fast schon ein „Muss“ ist, sich auf diesen Wegen zu

zeigen. Dass die digitale Öffnung der Hoftore für die Betreiber nicht immer schnell und leicht ist, weiß Friederike nur zu gut. Schließlich ist sie als älteste von drei Geschwistern auf einem Bauernhof im südlichen Münsterland aufgewachsen. So steht sie beispielsweise ihrem Bruder Johannes, der den elterlichen Hof übernommen hat, in allen Fragen rund um die Kommunikation über die Facebook- und Instagram-Seiten zur Seite.

In vier Wochen berichte ich dann gerne davon, welche Rolle Friederike bei einer ganz tollen Kooperation spielt, die einzig und allein durch das erwähnte gute Netzwerk entstanden ist, von Herzen kommt und keinerlei Bezahlung unterliegt.

Christina Ingenrieth