17.01.2023

Nur selten zu hohe Rückstände

Foto: imago/Zoonar

In Lebensmitteln aus Deutschland und der Europäischen Union werden weiterhin nur selten zu hohe Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen. In deutschen Erzeugnissen ist im Jahr 2021 der Anteil an Überschreitungen der zulässigen Höchstgehalte im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Bei Lebensmitteln aus anderen Staaten, insbesondere aus Nicht-EU-Staaten, gab es dagegen einen Anstieg der Überschreitungen, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) berichtet. Die Ergebnisse sind Teil der „Nationalen Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln 2021“. Von den Untersuchungseinrichtungen der amtlichen Lebensmittelüberwachung der Bundesländer sind hierfür laut BVL-Angaben insgesamt mehr als 8,3 Mio. Analysen an 20 603 Lebensmittelproben durchgeführt worden. Für Lebensmittel aus Deutschland war die Anzahl an Überschreitungen nach einem leichten Anstieg auf 2,0 % im Vorjahr  wieder rückläufig und lag 2021 bei 1,1 %. Bei Erzeugnissen aus anderen EU-Mitgliedstaaten stieg die Überschreitungsquote leicht von 1,3 % auf 1,8 %. Einen deutlichen Anstieg der Quote von zuvor 7,8 % auf 10,9 % gab es dagegen bei Lebensmitteln aus Nicht-EU-Staaten. Während dem BVL zufolge bei Getreide, Lebensmitteln tierischen Ursprungs sowie Säuglings- und Kleinkindernahrung die Überschreitungsquote sank, wurde bei verarbeiteten Lebensmitteln eine Zunahme an Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte nachgewiesen. Bei Obst und Gemüse blieb die Anzahl an Überschreitungen auf dem Vorjahresniveau.