26.05.2021

Selber gekrönt

Foto: Margret Klose

Voller Stolz trägt Heike Fuß ihre Krone. Pünktlich zum Start in die Spargelsaison wurde die 43-Jährige zur neuen Brühl-Bornheimer Spargelkönigin ernannt. „Gekrönt habe ich ja mich selber“, lacht sie. Wegen der Kontaktbeschränkungen musste sie sich nämlich die Krone selber auf den Kopf setzen und die Schärpe umhängen. Auch Gäste waren im wunderbaren Ambiente des Marienhofs in Hersel mit ordentlicher Distanz außer den beiden Bürgermeistern – aus Brühl Dieter Freytag und aus Bornheim Christoph Becker – keine dabei. „Auf Abstand stand nur noch das Kamerateam“, merkt Heike Fuß an. Der dabei entstandene Streifen ist inzwischen längst auch ins Netz gestellt. „Ich habe ihn mir selber auch schon einige Male angesehen“, gesteht sie. Dass die öffentlichen und repräsentativen Auftritte live vor Gästen und auf Veranstaltungen für sie in diesem Jahr vorerst gegen null gehen, stört sie gar nicht. Werbung für den Spargel, die saisonalen und regionalen Produkte sowie für die wunderbare Landschaft des Vorgebirges könne sie schließlich auch ohne diese Art der Öffentlichkeitsarbeit machen. „Das geht heutzutage auch im Netz, bei Facebook etwa, und bei den Gesprächen mit den Kunden hier im Fachgeschäft für erlesene Lebensmittel im Zentrum von Bornheim“, erklärt sie.

Und die Brühl-Bornheimer Spargelkönigin 2021/22 ist ziemlich einzigartig. Tatsächlich ist sie sogar eine der wenigen Spargelköniginnen, wenn nicht sogar die Einzige, die trotz der Corona-Krise in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr ganz neu ins Amt kam. Bei den allermeisten ihrer Amtskolleginnen wurden die Regentschaften wegen der Pandemie und der damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen und fehlenden Auftritten einfach um ein weiteres Jahr verlängert.

Heike Fuß hingegen hat sich sogar explizit für das Amt in der Saison 2021/22 beim Brühl-Bornheimer Spargelverein beworben. Und keine bessere Majestät hätten sich die Brühl-Bornheimer Spargelbauern für diese besondere Zeit wünschen können. Denn die 43-Jährige scheint die Zufriedenheit in Person. Sie sprüht geradezu vor Lebensfreude und Optimismus. Zudem ist sie kommunikativ, freundlich und einfach immer gut gelaunt. „Und ich fühle mich wirklich sehr geehrt, meine Heimat Bornheim, ihren Spargel und ihre regionalen und saisonalen Spezialitäten und Schönheiten als Spargelkönigin repräsentieren und darauf aufmerksam machen zu dürfen“, sagt sie.

Als Inhaberin des Geschäfts „Genussvoll Leben“ auf der Bornheimer König-straße feiert sie in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Deswegen kennt sie sich auch bestens mit besonders exquisiten Lebensmitteln aus. Als Tochter eines Bornheim-Botzdorfer nebenberuflichen Spargelbauern weiß sie aber auch sehr genau und aus eigener Erfahrung, dass Spargelstechen ein wirklicher Knochenjob ist. Oft hat sie nämlich selber als Schülerin ihren Eltern auf den Spargelfeldern geholfen und nach Mathe, Deutsch und Englisch das weiße Gold gestochen. Heute ist es umgekehrt: Gerne kommt ihre Mutter, die sie jetzt liebevoll „Queen Mum“ nennt, im Geschäft ihrer Tochter auf der Kö vorbei, um die Spargelkönigin zu vertreten, wenn diese auf der Königstraße mit Krone und Schärpe zum Beispiel ein Interview gibt. „Ich habe Hochachtung vor allen Landwirten und Erntehelfern, die zurzeit täglich dabei sind, für uns den Spargel zu stechen“, sagt sie. Als Spargelkönigin ist es ihr deswegen auch ein besonderes Anliegen, die Verbraucherinnen und Verbraucher zu sensibilisieren, für mehr Wertschätzung für die Arbeit der Landwirte und ihrer Erzeugnisse.

„Nachhaltiger kann man sich gar nicht ernähren“, betont die 43-Jährige. Wer sich regional und saisonal ernähre und ortsnah einkauft, der schone ja nicht nur seinen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Ihr Wahlspruch lautet deswegen: „Kauft regional und unterstützt dabei eure Landwirte und eure Stadt.“

Margret Klose


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Helfer: Landwirte packen in den betroffenen Gebieten mit an, waren oft mit die Ersten vor Ort.

Schäden: Laut der Vereinigte Hagelversicherung VVaG liegt die geschädigte Fläche bei 6.400 ha, die geschädigte Versicherungssumme wird auf 24.000.000 € geschätzt.

 

 

 

Aus Fehlern wird man klug

Jedem unterläuft mal ein Fehler, aber niemand redet gerne darüber. Aber so ärgerlich Fehler sind, so hilfreich können sie auch sein – wenn man bereit ist, aus ihnen zu lernen. Damit steckt in ihnen auch für landwirtschaftliche Betriebe ein großes Potenzial für Verbesserungen. Haben Sie Interesse Ihr Fehlerverhalten einmal näher zu beleuchten? Oder möchten Sie mithelfen, ein möglichst komplettes Bild der Lage zu erstellen? Dann nehmen Sie anonym an der Online-Umfrage teil:

https://ww3.unipark.de/uc/na-mist-gebaut/

Das Ausfüllen des Fragebogens dauert etwa 25 Minuten und ist auch auf dem Smartphone oder Tablet möglich. Es gibt keine „richtigen“ oder „falschen“ Antworten! Bei Rückfragen können Sie sich gerne direkt an Anika Bolten wenden: anika.bolten@remove-this.uni-kassel.de.

 

Service

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