07.07.2021

„Sich im Loch fühlen“

Foto: Elena Peters

Nun sind genau zwölf Monate vergangen, nachdem ich DIE Entscheidung mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, geteilt habe. Wie schnell vergeht die Zeit? Stand ich doch gefühlt erst gestern in meinem Seminar in Münster und hatte die Augen für die Zeitreise ins Jahr 2022 geschlossen. Niemals hätte ich damals gedacht, dass ich nun hier stehe: Als Nachfolgerin des Genholter Hofes, die nicht nur in der LZ Rheinland eine eigene Kolumne bekommen hat und in dieser über ihren Weg berichtet, sondern auch unter anderem im WDR live zu sehen war und Anfragen der F.A.Z. erhält.

Aber wie ging es nach der Entscheidung weiter? Eine durchaus berechtigte Frage, die ich Ihnen eigentlich sehr, sehr, sehr gerne detaillierter beantworten würde. Interessiert Sie sicher, welche Aufgaben mir von da an übertragen wurden, wie die Zusammenarbeit mit meinen Eltern beziehungsweise Chefs funktionierte und welche meiner persönlichen Vorstellungen zum GeHo 2.0 wann und wie umgesetzt wurden. Aber eben nur eigentlich …

Denn ich befand mich im Sommer 2020, kurz nach der Entscheidungsverkündung, gefühlt in einer Art Trance. Dies lag wahrscheinlich an der Kombination aus vielen Komponenten: Der fast dreijährige Entscheidungsweg mit der finalen Entscheidung war zu Ende gegangen und auch die Spargelzeit 2020 mit den vielen außergewöhnlich anstrengenden Wochen hatte Spuren hinterlassen, die in Summe dazu führten, dass wir (ja tatsächlich erging es meinen Eltern ähnlich wie mir) unsere alltägliche Arbeit eher „abspulten“ und nicht so richtig das Gefühl hatten, etwas zu „schaffen“.

Also was konnte uns helfen? Vielleicht in erster Linie erst einmal: akzeptieren, sich nicht unter Druck setzen und Bewusstsein schaffen! Denn nur so konnten wir als Familie und Familienbetrieb aus dieser Zeit nachhaltig etwas mitnehmen, die uns eben nicht nur durch Corona, sondern auch als Familie besonders gefordert hatte. So versuchten wir also, den Mehrwert des vergangenen Frühjahrs zu erkennen, indem wir erstens akzeptierten, dass dieses Gefühl des Ins-Loch-Fallens da und vor allen Dingen auch normal war. Wir zweitens uns Zeit gaben, dieses zu verarbeiten und langsam in den Alltag zurückzukommen. Meine Eltern taten dies, indem sie wieder mehr Rad fuhren, während ich meine Kolumne schrieb. Denn auch dies war tatsächlich eine kleine Art des Verarbeitens: sich intensiv mit der Situation zu beschäftigen und zu reflektieren, was denn eigentlich der Kern des Unwohlfühlens war. Und drittens: sich auf schöne Dinge zu konzentrieren, die vielleicht in naher Zukunft anstehen. So freute ich mich auf den Kurzurlaub in meiner Lieblingsstadt Münster mit meinem Freund und einem anschließenden Trip zu meiner Schwester nach Berlin.

Also Sie sehen, es geht immer weiter. Und Sie erhalten sicher bald Antworten auf die Fragen: Und nun? Was hat sie mit dem GeHo 2.0 vor?

Christina Ingenrieth


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Helfer: Landwirte packen in den betroffenen Gebieten mit an, waren oft mit die Ersten vor Ort.

Schäden: Laut der Vereinigte Hagelversicherung VVaG liegt die geschädigte Fläche bei 6.400 ha, die geschädigte Versicherungssumme wird auf 24.000.000 € geschätzt.

 

 

 

Aus Fehlern wird man klug

Jedem unterläuft mal ein Fehler, aber niemand redet gerne darüber. Aber so ärgerlich Fehler sind, so hilfreich können sie auch sein – wenn man bereit ist, aus ihnen zu lernen. Damit steckt in ihnen auch für landwirtschaftliche Betriebe ein großes Potenzial für Verbesserungen. Haben Sie Interesse Ihr Fehlerverhalten einmal näher zu beleuchten? Oder möchten Sie mithelfen, ein möglichst komplettes Bild der Lage zu erstellen? Dann nehmen Sie anonym an der Online-Umfrage teil:

https://ww3.unipark.de/uc/na-mist-gebaut/

Das Ausfüllen des Fragebogens dauert etwa 25 Minuten und ist auch auf dem Smartphone oder Tablet möglich. Es gibt keine „richtigen“ oder „falschen“ Antworten! Bei Rückfragen können Sie sich gerne direkt an Anika Bolten wenden: anika.bolten@remove-this.uni-kassel.de.

 

Service

Das Landfrauentelefon

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