04.01.2019

Stabile Ausbildungszahlen in den grünen Berufen

Foto: landpixel

Ausbildungen in landwirtschaftlichen Berufen sind entgegen dem demografischen Trend weiterhin gefragt. Wie der Deutsche Bauernverband (DBV) Mitte Dezember unter Berufung auf Zahlen des Bundesinstitutes für Berufsbildung (BIBB) mitteilte, wurden im laufenden Ausbildungsjahr 2018/19 bislang bundesweit 13 465 Ausbildungsverträge in den grünen Berufen abgeschlossen; das sind lediglich 1,7 % oder 237 Neuverträge weniger als im Vorjahr. Von den Neuverträgen entfielen laut Angaben des DBV 10 882 auf Westdeutschland; das entspricht einem Minus von 1,3 %. In den neuen Ländern ist die Anzahl der Lehrverträge etwas stärker gesunken, und zwar um 3,7 % auf insgesamt 2 583. Am beliebtesten war dem Bauernverband zufolge wieder der Beruf des Gärtners. Hier gab es im Vergleich zum Vorjahr sogar ein leichtes Plus von 0,7 %; insgesamt wurden 5 309 Ausbildungsvereinbarungen geschlossen. Vermehrten Zulauf verzeichneten auch die Berufe Pferdewirt und Pflanzentechnologe mit 788 beziehungsweise 49 Neuverträgen.

Rückläufig entwickelten sich dem Bauernverband zufolge dagegen die Lehrlingszahlen in den Berufen Landwirt, Tierwirt und Winzer. Im Vergleich zum vorherigen Ausbildungsjahr ging die Zahl der angehenden Landwirte um 3,6 % auf 4 068 zurück; die der Tierwirte schrumpfte genauso stark auf 353. Bei den Winzern gab es 317 neue Lehrlinge und damit im Vergleich zum Vorjahr 3,8 % weniger. Nochmals ein deutlich geringeres Interesse gab es allerdings an der Hauswirtschaft im landwirtschaftlichen Bereich. Hier ging die Zahl der Neuverträge um 16,4 % auf 66 zurück. Im Ländervergleich sind die Ausbildungszahlen in Bayern und Nordrhein-Westfalen am deutlichsten gestiegen. Im Freistaat nahm die Zahl der Lehrlinge um 4,2 % auf 2 268 zu; Nordrhein-Westfalen verzeichnete mit einem Anstieg um 4,1 % auf 2 509 Ausbildungsvereinbarungen eine vergleichbare Entwicklung. Überdurchschnittliche Rückgänge verzeichnete Sachsen, wo 11,2 % weniger Vereinbarungen geschlossen wurden, sowie Rheinland-Pfalz mit 11,3 % weniger Verträgen.