18.08.2021

Über 5 Mio. € für hochwassergeschädigte Betriebe

Der Betrieb von Jürgen Kessel (2. v.l.) erhält als einer der ersten eine Soforthilfe aus dem Spendenaufruf der Schorlemer Stiftung zur Hochwasserhilfe. Den betrieb besuchten aus diesem Anlass (v.l.) Michael Horper, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Gaby Breuckmann von LandsAid, RLV-Präsident Bernhard Conzen, DBV-Präsident Joachim Rukwied sowie Christian Molke von ADRA.

Die Schorlemer Stiftung hat heute (18. August 2021) mit der Übergabe von Soforthilfen an vom Starkregen Mitte Juli schwerstbetroffene Betriebe im Rheinland und in Rheinland-Pfalz begonnen. Betriebe, die Hilfen beantragt haben und von einem Kuratorium ausgewählt wurden, erhalten jeweils 15 000 €. Insgesamt sind bei der von landwirtschaftlichen Organisationen getragenen Stiftung bislang 5,2 Mio. € an Spenden von rund 6000 Einzelspendern eingegangen. Zwei Großspenden kamen dabei von den beiden Hilfsorganisationen LandsAid und ADRA, die ansonsten vor allem im Ausland in Katastrophenfällen Hilfe leisten.
Anlässlich des Starts der Auszahlung besuchte Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV),  gemeinsam mit Vertretern der Großspender sowie Bernhard Conzen, Präsident des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes (RLV), und Michael Horper, Präsidenten des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau zwei betroffene Betriebe in den Landkreisen Euskirchen und Ahrweiler. Rukwied rechnet damit, dass weitere 140 Betriebe Mittel aus dem Spendenaufkommen erhalten werden. Für die Auszahlung gelten laut DBV klare Regeln und Kriterien. Anträge können bei den jeweiligen Kreisbauernschaften beziehungsweise Kreisbauernverbänden gestellt werden.
Gespendet haben neben den Großspendern viele Bauernfamilien. Spenden kamen aber auch aus dem Ausland. So berichtete Gaby Breuckmann, Vorsitzende von LandsAid, dass 850 € aus Pakistan eingegangen seien. Dort ist LandsAid immer wieder im Einsatz nach Hochwasserereignissen und unterstützt die Betroffenen. Breuckmann sieht darin Zeichen, dass humanitäre Hilfe keine Einbahnstraße ist.
Christian Molke, geschäftsführender Vorstand von ADRA, betonte die Bedeutung der Landwirte für die Region. Die landwirtschaftlichen Betriebe in den Hochwassergebieten seien „der maßgebliche Schlüssel für den erfolgreichen und nachhaltigen Wiederaufbau der gesamten Region“.
Die Präsidenten der beiden Landesbauernverbände hoben außerdem die Solidarität in und mit der Landwirtschaft hervor. Horper erinnerte etwa an die Hlfe, die Landwirte mit ihren Maschinen bei Aufräumarbeiten leisteten. Conzen unterstrich zudem, dass es gesellschaftlich sehr wertvoll sei, „die Erfahrung zu machen, dass wenn Not herrscht, alle mit anpacken“. Daran knüpfte auch Jürgen Kessel aus Euskirchen-Schweinheim an. Sein Reitstall wurde von den Wassermassen stark in Mitleidenschaft gezogen und gehört zu den ersten, die von der Soforthilfe der Schorlemer Stiftung profitieren. Kessel sagte: „Die Unterstützung hilft sehr daran zu glauben, dass es wieder weiter geht.“ ds


All Hentai games https://dtsmusic.top/ Foot Fetish