31.07.2020

Vielfalt durch viele Betriebe

Foto: Helmut Dresbach, vlf Oberberg

Die diesjährige Grünland-Exkursion des Verbandes landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen (vlf Oberberg) zusammen mit der Biologischen Station Oberberg im Rahmen der „Modellregion Landwirtschaft und Naturschutz-Bergisches Land“ führte Anfang Juli in das durch artenreiche Wiesen und Weiden geprägte Asbachtal (Gemeinden Morsbach und Reichshof). Rund 20 Landwirtinnen und Landwirte sowie Vertreter des NABU Oberberg fanden sich bei leichtem Nieselregen zum jährlichen Austausch über Landwirtschaft und Naturschutz im Bergischen ein. Insgesamt rund 50 Schläge werden im Asbachtal im Rahmen des Oberbergischen Kulturlandschaftsprogramms bewirtschaftet. Gerade der kleinräumige Wechsel von Rinderweiden und Glatthaferwiesen prägen das Tal, das insgesamt von acht Haupt- und Nebenerwerbsbetrieben genutzt wird. Dies führt zu einer sehr hohen Artenvielfalt durch den Wechsel von niedrigwüchsigen, teilweise feuchten Weiden neben spät gemähten Heuwiesen. Zum Teil werden die zusammen 45 ha großen Flächen bereits seit 20 Jahren extensiv bewirtschaftet und sorgen so für einen abwechslungsreichen Lebensraum für verschiedenste Insekten, wie Schachbrettfalter und Ochsenauge, Wiesen-Hummel und verschiedenen Heuschreckenarten.

Neben dem diesjährigen Hauptproblem vieler Betriebe mit der Futterknappheit wurden die verschiedenen Bewirtschaftungsmöglichkeiten des Vertragsnaturschutzes (VNS) und deren Optimierung diskutiert. Die aktuellen Daten zum VNS wurden von der Biologischen Station Oberberg vorgestellt. Danach werden ab Januar 2021 im gesamten Oberbergischen Kreis rund 1 700 ha von 235 Betrieben nach den VNS-Kriterien bewirtschaftet. Das ist rund ein Drittel aller Betriebe im Kreisgebiet mit 5,7 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche.

Der Flächendruck auf landwirtschaftliche Flächen durch Ausweisung von Industrie und Baugebieten könnte aber – wie auch die neue Düngeverordnung – dazu führen, dass der Anteil des VNS unter 5 % oder sogar 4 % sinken könnte. Daher waren sich die Naturschützer und Landwirte einig darin, dass der Flächenverbrauch stark reduziert und die neuen Auflagen durch die Düngeverordnung verringert werden müssen. Dies vor allem, da die Nitratwerte im Oberbergischen Kreisgebiet meist unter 10 mg/l liegen und damit nicht zu verbessern sind.


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