14.01.2021

Vorerst keine ASP-Verschleppung

Foto: Marilena Kipp

Der Verdachtsfall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei einem aufgefundenen Wildschweinkadaver in Potsdam Groß Glienicke hat sich nicht bestätigt. Der Fundort des verendeten Tieres liegt etwa 100 km weiter westlich als bisherige ASP-Funde. Wie das Brandenburger Sozialministerium am vergangenen Samstag mitteilte, konnte nach umfangreichen, zusätzlichen Untersuchungen des übersandten Schwarzwildkadavers durch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) eine Infektion des Wildschweins mit dieser Tierseuche ausgeschlossen werden. „Ich bin sehr froh und erleichtert über dieses Ergebnis“, erklärte die Leiterin des ASP-Krisenstabes in Brandenburg, Anna Heyer-Stuffer. Insgesamt hat es nach Angaben des Sozialministeriums in Potsdam bis zum Donnerstag vergangener Woche 463 positive Nachweise der Tierseuche beim Schwarzwild in diesem Bundesland gegeben. Zudem gab es 17 bestätigte Fälle in Sachsen, sodass sich die bundesweite Zahl der infizierten Wildschweine auf bisher 480 Stück beläuft.

Seuchen weit und breit

In der Europäischen Union sind 2020 nicht nur die vermehrten Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ein Problem für die Tierhalter gewesen, auch die Fälle von Blauzungenerkrankung und Tuberkulose bei Rindern oder die der hochpathogenen Geflügelpest haben im Vorjahresvergleich zugenommen. Laut Daten des Tierseuchenmeldesystems (ADNS) gab es 2020 in der Gemeinschaft einschließlich Serbiens, Moldawiens und der Ukraine insgesamt 12 276 ASP-Virusnachweise; das waren 3 952 oder fast die Hälfte mehr als im Jahr zuvor. Der Zuwachs resultierte aus den deutlich, nämlich um 72,1 % auf 11 027 gestiegenen Virusnachweisen bei Wildschweinen. Die Zahl der bestätigten Ausbrüche in Nutzschweinehaltungen nahm dagegen im Vorjahresvergleich um 35 % auf 1 240 Fälle ab. Dabei waren rumänische Schweinehaltungen auf 1 053 Betrieben am meisten betroffen, ein Jahr zuvor waren es noch 1 724 gewesen. Deutschland gehörte zu den Ländern, in denen die ASP erstmals im Wildschweinebestand nachgewiesen wurde. Bis zum Jahresende wurden hierzulande 403 infizierte Tiere in Brandenburg und Sachsen entdeckt. Neu war das Auftreten der Krankheit zudem in Moldawien und Serbien.


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