25.11.2020

Wieder gesund

Foto: Thomas Kühlwetter

Eine Klarstellung zu einem auf „Spiegel Online“ veröffentlichen Bericht über „Eskapaden“ ehemaliger Geschäftsführer und die Darstellung der aktuellen wirtschaftlichen Situation des Unternehmens hat die Erzeugergenossenschaft Landgard mit Sitz in Straelen vorgenommen. Trotz der Corona-Krise werde Landgard im Geschäftsjahr 2020 den Umsatz gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich um 3 % steigern und erneut Gewinne ausweisen, erklärte Landgard-Vorstand Carsten Bönig am vorvergangenen Wochenende. Ein in diesem Frühjahr verzeichneter, coronabedingter Einbruch sei inzwischen aufgeholt und sogar überkompensiert worden. Diese Ist-Situation unterscheide sich deutlich von dem Spiegel-Artikel, erklärte Bönig. Darin werde nämlich der Eindruck erweckt, Landgard habe aktuell wirtschaftliche Probleme und müsse sich um zusätzliche Kredite bemühen. Tatsächlich verhandle Landgard derzeit über eine Anschlussfinanzierung für bestehende Kredite, so der Vorstand. Die Verschuldung der Genossenschaft sei aber von 2011 bis heute um 57,6 % gesunken und werde weiter abgebaut.

Landgard sei nach einer Sanierungsphase in den Jahren 2011 bis 2017 wieder wirtschaftlich gesund, hob Bönig hervor. Nach einem Verlust von 61,5 Mio. € im Krisenjahr 2011 habe das Unternehmen durch Sanierungserfolge 2019 einen Gewinn vor Steuern von 25,3 Mio. € ausgewiesen. Im Jahr 2015 hätten die Genossenschaftsmitglieder die Sanierung von Landgard durch das Bereitstellen von zusätzlichem Eigenkapital unterstützt, führte Bönig aus; das wirtschaftliche Eigenkapital sei von damals bis heute um 82 % auf 77,6 Mio. € angewachsen. Während der Sanierung sei Landgard von den finanzierenden Banken verpflichtet worden, externe Berater zu beauftragen. Die dafür entstandenen Kosten hätten aber unter 2 % des damaligen Umsatzes gelegen, also angesichts der Größe von Landgard durchaus niedrig.

Im Spiegel-Artikel, der auch über verschwenderische Ausgabenposten früherer Führungskräfte von Landgard berichtet, heißt es, Ende 2019 habe das Unternehmen 141 Mio. € Verbindlichkeiten gehabt. Jahrelang habe Landgard über seine Verhältnisse gelebt. Bönig wirft dem Spiegel-Redakteur vor, er habe einseitig berichtet, obwohl er von der wirtschaftlichen Genesung Landgards und von den gezogenen Konsequenzen aus Compliance-Verfehlungen gewusst habe. AgE


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