25.05.2022

WiN-Seminar „Marketing in eigener Sache“

Foto: Maria Schäkel

Wie kann das Image der Landwirtschaft im Allgemeinen und die Wahrnehmung des eigenen Betriebs im Besonderen verbessert werden? Darum ging es bei dem ersten WiN-Präsenzseminar Mitte Mai in Köln-Auweiler.

Carina Steinhaus, Landservice-Beraterin der Landwirtschaftskammer NRW, begann mit den Imageproblemen des deutschen Weins vor einigen Jahren, die durch erfolgreiche Marketingmaßnahmen ins Positive gewandelt wurden – heute ist der deutsche Wein beliebt und angesagt.

Imagekampagne für die Landwirtschaft

Wie kann es gelingen, die Verbraucher vom Wert und Nutzen heimischer Produkte zu überzeugen? Indem die Menschen auf der emotionalen Ebene erreicht würden, so die Aussage von Frau Steinhaus. Dies gehe am besten, indem Landwirte und Landwirtinnen sich selbst und ihre Arbeit vorstelten, sei es bei Betriebsbesuchen oder in sozialen Medien, wie Facebook oder Instagram, durch persönliche Posts und Geschichten. Die Verbraucher fänden es spannend, wie der Alltag auf den Höfen aussehe und welche Schritte nötig seien, um ein hochwertiges Produkt zu erzeugen.

Warum nicht ein Foto vom Betriebsleiter, von der Betriebsleiterin auf das Etikett bringen? Das schafft Nähe und Vertrauen, erhöht den Wiedererkennungswert und motiviert zu Kaufentscheidungen.

Bausteine der Kundenkommunikation

Zu den wichtigsten Bausteinen der Kundenkommunikation gehören ein Betriebslogo, Visitenkarten, ein Hof-Flyer, entsprechende Schilder sowie eine Website und gegebenenfalls Accounts auf den angesagten sozialen Netzwerken. Um dies professionell und im einheitlichen Design zu erstellen, bietet die Landservice-Beratung wertvolle Unterstützung. Auch rechtliche Vorgaben, wie zum Beispiel die Vorgaben hinsichtlich Impressum, Datenschutzerklärung, Angabe von steuerlichen Besonderheiten gehören zu den Basiselementen, die jeder Betrieb in der öffentlichen Darstellung beachten muss.

Soziale Netzwerke für Marketing nutzen

In sozialen Netzwerken spielen Fotos und Videos eine große Rolle. Wie gute Fotos auch mit dem Smartphone erstellt werden können, erläuterte Florian Rösler, Referent für Ernährungskommunikation der Landwirtschaftskammer NRW. So sollten Fotos immer in einen bestimmten Kontext gestellt werden, damit sie eingeordnet werden können. Mit Fotos können Emotionen ausgelöst werden, was durchaus für die Imagepflege genutzt werden sollte. Urheberrechte müssen beachtet, Personen müssen einverstanden sein, wenn sie veröffentlicht werden. Um die Wirkung der eigenen Seite zu erhöhen, ist das Netzwerken das A und O. „Teilen, Folgen, Liken!“ sind hier die Dinge, die wichtig sind. Um die Fotos ins rechte Licht zu rücken, erläuterte der Referent die richtigen Kameraeinstellungen und stellte ein Bildbearbeitungstool vor, mit dem die Fotos bearbeitet werden können. „Wertvolle Hinweise für die eigene Präsentation“, so die Meinung einer Seminarteilnehmerin.

Maria Schäkel

Wichtige Infos

Fragen zum Marketing für Landservice-Betriebe sowie Fragen rund um die Direktvermarktung beantwortet Carina Steinhaus, Köln-Auweiler, Telefon: 02 21/53 40-1 15 oder per E-Mail an: carina.steinhaus@lwk.nrw.de

Unter www.landservice.de finden Interessierte die vielfältigen Angebote von Landservice-Betrieben in NRW gebündelt. Unter der Rubrik Landwissen werden regionale Produkte vorgestellt. Diese Inhalte sind sowohl für Direktvermarkter als auch für Verbraucher interessant.

WiN steht für Weiterbildung im Netzwerk und beinhaltet ein umfangreiches Weiterbildungsangebot für Frauen im Agrarbereich. Die Angebote können als Jahresabonnement oder als Einzelveranstaltung gebucht werden. Infos zu WiN gibt es unter www.netzwerk-agrarbuero.de oder bei einer der WiN-Koordinatorinnen. Für das Rheinland sind dies Maria Nacke-Pollmann, Telefon: 0 21 62/37 06-71, E-Mail: maria.nacke-pollmann@lwk.nrw.de, und Maria Schäkel, Telefon: 0 24 21/59 23-31, E-Mail: maria.schaekel@lwk.nrw.de.