13.01.2021

Wolf im Blickpunkt

Gahlener Bürgerforum Wolf: Brief an Laschet

Foto: imago images/Hohlfeld

Zwei Tage nach dem neuerlichen Riss eines Shetlandponys (LZ-Ausgabe 1/2021) hat sich die Arbeitsgruppe Wolf des Gahlener Bürgerforums in einem offenen Brief an den Ministerpräsidenten gewandt. „Wir sind uns bewusst, dass wir mit den Wölfen leben müssen. Die Frage stellt sich aber, wo dies sinnvoll ist: In unseren Ballungsräumen?“, heißt es in dem Schreiben, das auch unter www.schermbeck-online.de vollständig nachzulesen ist. Starke Kritik äußert das Bürgerforum am Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz ­(LANUV): Es gebe im „LANUV Strömungen, die ein transparentes und zukunftsweisendes Wolfsmanagement verhindern“. Leidtragende seien vor allem die Weidetierhalter und die Tiere. Auch die Landschaft habe sich bereits verändert: Immer öfter finde man „wolfsabweisende Zäune in der freien Natur“. Nun gehe es nicht mehr darum, festzustellen, dass die Wölfin Gloria verhaltensauffällig sei. Dies habe die Ministerin Ursula Heinen-Esser bereits in einem WDR-5-Interview definiert. Stattdessen hinterfragt das Gahlener Bürgerforum Wolf, was den Tierhaltern noch alles an wolfsabweisenden Schutzmaßnahmen zugemutet werden soll. Schließlich sei die Entnahme verhaltensauffälliger Wölfe auch in anderen Bundesländern klar geregelt. Der Verein wünscht sich ein friedliches Mitei­nan­der. Jetzt sei es wichtig, schnell und verantwortungsvoll zu handeln.

 Mehr zur Vorgeschichte der Arbeitsgruppe Wolf des Gahlener Bürgerforums und ihrer Kritik am LANUV lesen Sie in der LZ 02-2021 ab S. 14.                ah

89 000 gegen Wolfsabschuss

„Wölfin Gloria soll nicht getötet werden“ lautet der Titel der Petition, die Dardan Dalloshi aus Wesel unter www.change.org gestartet hat. Inzwischen haben knapp 89 000 Menschen (Stand: Montag dieser Woche) unterschrieben. Damit reagierte Dardan Dalloshi auf die Resolution des Rates Schermbeck, der den Abschuss von Wölfin Gloria beschlossen hatte. Der Antragsteller fordert den Landrat Ingo Brohl und den Gemeinderat auf, die Entscheidung zu überdenken. Außerdem bittet er die NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser, an ihrer Entscheidung für den Erhalt des Wolfsrudels festzuhalten. „Sorgen Sie dafür, dass auch die Schutzmaßnahmen für Ponys staatlich gefördert werden. Es muss eine Koexistenz mit entsprechenden Schutzmaßnahmen für die Weidetiere möglich sein. Jedes Lebewesen soll das Recht auf Leben haben“, heißt es in der Petition.            ah

Gutachten zu Gloria

Auf Anfrage der LZ Rheinland hat das Ministerium für Umwelt, Natur- und Verbraucherschutz (MUNLV) bestätigt, dass es ein externes Gutachten beauftragt hat. Dieses soll „rückblickend bis 2018 die Verhältnisse im Wolfsgebiet Schermbeck mit dem Fokus auf das Verhalten der Wölfin GW954f betrachten“. Laut MUNLV beleuchtet das Gutachten allerdings nur den Einzelfall Schermbeck und ist ergebnisoffen. Mit den Ergebnissen wird in wenigen Wochen gerechnet. Für die Bewertung greift das MUNLV auf die DBBW (Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes für das Thema Wolf) zurück, die vom Bund getragen wird. Die Institution sei die einzige in Deutschland, die über sämtliche offizielle Monitoringergebnisse aus allen Bundesländern verfüge.                ds


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