24.03.2021

Wollen die wirklich?

LZ-Chefredakteur Detlef Steinert

Greenpeace ist also der Zukunftskommission Landwirtschaft nicht mehr grün. Eigentlich paradox. Profiliert sich die Organisation doch seit Jahrzehnten als unverzichtbare Instanz im Kampf gegen den drohenden Untergang der Welt. Da gehört Landwirtschaft als existenzielles Thema einfach dazu. In Wirklichkeit ist der Austritt folgerichtig. Denn der Kommission geht es darum, etwas im Interesse möglichst vieler gemeinschaftlich zu verändern, also einen Kompromiss zu finden und damit eine Basis, auf der es sich auskömmlich und zufrieden miteinander leben lässt. Aber jeder Kompromiss bedeutet das Ende einer vermeintlichen Bedrohung und damit das Ende des Kampfes gegen sie und somit auch das Ende der eigenen Rechtfertigung. Das kennt Greenpeace schon, zum Beispiel von der Kernenergie: Thema vom Tisch, Rechtfertigung weg. Deshalb blieb Greenpeace gar nichts anderes übrig, als die Kommission zu verlassen. Die Begründung ist lediglich vorgeschoben. Dass Greenpeace Glaubwürdigkeit verspielt, dürfte die Manager in der Hamburger Zentrale des Gutmenschen-Konzerns kaltlassen. Das Image der Organisation hat schließlich auch nicht nachhaltig gelitten, nachdem Greenpeace in den 1990er-Jahren mit grob fehlerhaften Angaben zu giftigen Ölrückständen zum Boykott des Ölkonzerns Shell aufgerufen hatte, der damals die Tankplattform Brent Spar im Meer versenken wollte. Was schert es also einen Weltretter-Konzern, wenn sich heute deutsche Bauern an ihm kratzen?

Die Hintergründe zum Kommentar lesen Sie hier.


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