09.08.2022

Zusätzliche Präventivmaßnahmen gegen ASP

Foto: imago/Countrypixel

Mit gemeinsamer Kraft wollen sich Politik und Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) entgegenstellen. Wie das Agrarressort in Düsseldorf am Montag dieser Woche  mitteilte, verständigte man sich in einer gemeinsamen Vereinbarung mit der Landwirtschaftskammer, dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV), dem Rheinischen Landwirtschafts-Verband (RLV), der Landesvereinigung Ökologischer Landbau (LVÖ) sowie mit den NRW-Tierärztekammern darauf, zusätzliche Präventivmaßnahmen einzuführen.

„Nordrhein-Westfalen ist im Kampf gegen die ASP gut aufgestellt – und das soll in Zukunft auch so bleiben. Deshalb setzen wir weiterhin auf eine enge Kooperation und Vernetzung aller Akteure“, erklärte NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen. Für noch mehr Schutz soll fortan eine strikte Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen mit wirksamem Monitoring sorgen – sowohl in Großbetrieben als auch bei Hobbyzüchtern. Darüber hi­­naus sollen Blut-untersuchungen bei Tieren intensiviert werden, um Infektionen schnellstmöglich zu erkennen. Über die Vereinbarung wird unter anderem geregelt, dass vorhandene Frühwarnsysteme auf ASP, da-runter Blutuntersuchungen bei lebenden Schweinen mit unspezifischen Krankheitssymptomen, intensiviert werden. Zudem werden alle Schweinehalter in NRW aufgerufen und verpflichtet, erneut zu prüfen, ob alle notwendigen Maßnahmen ergriffen wurden, um den Eintrag der ASP in ihre Bestände zu verhindern und erforderlichenfalls Verbesserungsmaßnahmen zu ergreifen. Dazu bietet die Tierseuchenkasse NRW als Unterstützung einen kostenfreien E-Learning-Kurs zum Thema Biosicherheit für Schweinehaltungen an.