Aktuelles
Agrarpolitik
Haushaltskürzung durch die Hintertür?
Vorgaben der EU-Finanzminister für 2010 voraussichtlich nicht erfüllbar

Entwicklungen im aktuellen EU-Agrarhaushalt könnten auf eine indirekte Budgetkürzung für 2010 hinauslaufen. Die Europäische Kommission wird es nach eigener Einschätzung bis zum Ende des Haushaltsjahres Mitte Oktober voraussichtlich nicht schaffen, über den Buchführungsabschluss genügend Mittel von den Mitgliedstaaten zurückzufordern, um die Vorgaben der EU-Finanzminister und des Europaparlaments einzuhalten. Das geht aus dem jüngsten Frühwarnbericht hervor, der in der vergangenen Woche bekannt wurde. Die Lücke müsste dann über nicht verwendete Posten beispielsweise aus dem Bereich Marktmaßnahmen gedeckt werden. Auf Grund der stabilen Preissituation bei den wichtigsten Agrarprodukten und den deshalb vorhandenen Restmitteln für Marktmaßnahmen dürfte die Kommission keine Probleme haben, das Defizit auszugleichen.
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Maiswurzelbohrer jetzt auch am Niederrhein
Am 25. August wurde in einer Falle des Pflanzenschutzdienstes auf einem Maisacker in Straelen-Herongen ein Maiswurzelbohrer gefunden. Damit gibt es nur drei Wochen nach dem ersten Fund in Köln-Wahn (über den die LZ Rheinland berichtete), bereits den zweiten Fall des gefährlichen Maisschädlings in Nordrhein-Westfalen. Die 7,6 ha große Fläche in Straelen-Herongen liegt in unmittelbarer Nähe zur niederländischen Grenze. In die von der EU vorgeschriebenen Bekämpfungsmaßnahmen wurden deshalb auch die niederländischen Behörden eingebunden. Der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hat rund um die Fundstelle eine Befallszone mit einem Radius von 1 km ausgewiesen. Innerhalb dieser Zone werden alle Maisbestände umgehend mit einem Insektizid behandelt. Außerdem darf in dieser Zone zwei Jahre lang kein Mais mehr angebaut werden. In der Sicherheitszone mit einem Radius von 5 km um den Fundort darf kein Mais nach Mais angebaut werden. Weitere umfangreiche Informationen enthält die Allgemeinverfügung des Direktors der Landwirtschaftskammer als Landesbeauftragter auf den Seiten 49 und 50. Ständige aktualisierte Informationen zum Thema gibt es auch im Internetangebot des Pflanzenschutzdienstes unter www.pflan zenschutzdienst.de.
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Bauernverband zieht magere Erntebilanz
DBV rechnet mit einer Getreideernte von 43,9 Mio. t – Vorjahresergebnis wird um rund 12 % verfehlt

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat seine ohnehin vorsichtige erste Ernteschätzung deutlich nach unten korrigiert. Hatte der DBV Ende Juli noch eine Getreideernte von 45 Mio. t in diesem Jahr für realistisch gehalten, geht man im Berliner Verbändehaus auf Grundlage der Meldungen aus den Landesbauernverbänden inzwischen von einer Erntemenge von nur mehr als 43,9 Mio. t aus. Damit würde das Vorjahresergebnis um fast 12 % unterschritten. Bei Winterweizen veranschlagt der DBV den Rückgang gegenüber der vorherigen Ernte auf 9 %. Die Erntemenge dürfte sich in diesem Jahr auf 22,7 Mio. t belaufen. Auch im Mehrjahresvergleich fällt die diesjährige Getreideernte unterdurchschnittlich aus.
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Bäuerliche Betriebe sturmfest machen
Erste Erntepressekonferenz für Landwirtschaftsminister Remmel: Enttäuschende Getreideernte in Nordrhein-Westfalen

Es waren wohl weniger die enttäuschenden Ergebnisse der diesjährigen Getreideernte als vielmehr der Auftritt des noch neuen Ministers für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW, der für die deutlich höhere Beteiligung von Medienvertretern an der traditionellen Erntepressekonferenz in Düsseldorf sorgte. Am Dienstag dieser Woche informierte Landwirtschaftsminister Johannes Remmel gemeinsam mit dem Präsidenten der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Johannes Frizen, über die Ernte und nutzte die Gelegenheit, die Grundzüge seiner Agrarpolitik darzustellen.
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Einseitige Kommentare, undifferenzierte Verunglimpfungen
„Schwarzbuch Landwirtschaft“ diffamiert österreichische Bauern

Österreichs Bauern ärgern sich derzeit über ein neues Buch des selbst ernannten Enthüllungs-Journalisten Hans Weiss. Dieser greift in seinem „Schwarzbuch Landwirtschaft“ die heutige Agrarwirtschaft massiv an. Wie top-agrar-online berichtet, heiße es im Buchhandel, „Weiss hat akribisch recherchiert und aufgeschrieben, was Agrar-Insider berichten: über Steuerprivilegien, Fördermillionen für Funktionäre, den hoch subventionierten Zuckermarkt, den Umgang mit widerspenstigen Milchbauern und darüber, wie die Politik Jahr für Jahr große Agro-Konzerne fördert und kleine Bauern in den Ruin treibt.“ Weiss empört sich unter anderem darüber, dass auch auf den Almen heute Melkmaschinen eingesetzt werden.
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Hof und Feld
Unkrautbekämpfung im Getreide planen
Wirkungssicher, kulturverträglich und preiswert – das sind Anforderungen, die an Herbizidmaßnahmen gestellt werden. Aber Herbizide allein können nicht alles. Auch in diesem Jahr war wieder zu beobachten, dass dort, wo die Kultur nicht ausreichend mithalf, es zu Wiederaustrieb und Neuauflauf kam. Ackerfuchsschwanz, Windhalm und Kamille traten in lichten Beständen besonders hervor. Günter Klingenhagen, Landwirtschaftskammer NRW, sagt, worauf Sie achten müssen.

Die Unkrautbekämpfung beginnt mit der Saat. Moderne Sätechnik erlaubt auch bei wechselnden Bodenverhältnissen eine gleichmäßige Tiefenablage des Saatgutes. Dies ist Voraussetzung für den verträglichen Einsatz von Bodenherbiziden, wie Cadou SC, Herold, Malibu, Bacara Forte oder auch Stomp. Zwischen Saatkorn und den genannten Präparaten muss, nachdem sich das Saatbeet abgesetzt hat, noch ein Sicherheitsabstand von 2 bis 3 cm bestehen. Zu flach abgelegte Körner werden durch die Herbizide abgetötet oder, noch schlimmer, sie kränkeln bis spät ins Frühjahr hinein. Auf tonigen Flächen lässt sich der Verlust von Samen durch Herbizideinwirkung oder auch Schneckenfraß nicht immer vermeiden. Auf diesen oft fuchsschwanzreichen Standorten ist aber ein dichter Getreidebestand besonders wichtig. Da schwere Böden höhere Bestandesdichten durchaus vertragen, sollte man sich an dieser Stelle bei der Bemessung der Saatstärke großzügig zeigen.
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Hof und Familie
Kunst aus dem Lichtbogen
Wenn metallische Gegenstände ausgedient haben, werden sie zu Schrott. Der lässt sich nicht nur technisch recyceln, sondern auch in witzige oder dekorative, filigrane oder massive Kunstwerke verwandeln. Wie das funktioniert steht in LZ 35/2010.








