28.10.2026

2027 gibt es mehr Geld

Foto: imago/Wolfgang Maria Weber

Die Basisprämie im Rahmen der Gemeinsamen Agrar­politik (GAP) steigt im kommenden Jahr in Deutschland aller Voraussicht nach auf rund 175 €/ha. Das ist ein deutlicher Zuwachs im Vergleich zu den rund 150 €/ha in diesem Jahr. Ebenfalls spürbar steigen wird die Förderung der ersten Hektare. Den vorläufigen Zahlen zufolge beträgt die Umverteilungsprämie für die ersten 40 ha im Jahr 2027 rund 83 €/ha, für die Stufe 2, also die nächsten 20 ha, gut 48 €/ha.

Angehoben werden sollen 2027 auch die Prämien für die gekoppelten Zahlungen sowie für einige Öko-Regelungen. Wie aus dem Entwurf des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMLEH) zur Änderung der Direktzahlungen-Verordnung hervorgeht, wird es für Mutterkühe demnächst rund 100 € je Tier, für Mutterschafe und -ziegen knapp 46 € geben. Für die Öko-Regelung 4 – extensives Dauergrünland – soll die Prämie auf 115 €/ha steigen. Das Budget für die Öko-Regelung 5 – Kennarten im Dauergrünland – soll an die gestiegene Inanspruchnahme angepasst werden.

Die zusätzlichen Mittel für die Erste Säule resultieren da­raus, dass es 2027 keine Umschichtung von Mitteln in die Zweite Säule geben wird. Diese erfolgt immer zugunsten des Folgejahrs, soll also angesichts der vorgesehenen GAP-Änderungen ab 2028 entfallen.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) unterstützt das Vorhaben des BMLEH, die im nächsten Jahr bereitstehenden Direktzahlungsmittel vollständig zu nutzen. Zurückhaltend bewertet der DBV die vorgesehene Anhebung der gekoppelten Zahlungen für Mutterkühe sowie Mutterschafe und -ziegen. Seiner Auffassung nach sollten diese ein eng begrenztes Instrument für besondere Situationen und Tierhaltungsbereiche bleiben. Einverstanden ist der DBV mit dem Ministeriumsvorschlag, Mittelzuweisungen und Prämienhöhen für einzelne Maßnahmen in den Öko-Regelungen an die praktische Inanspruchnahme der vergangenen Jahre anzupassen. Die Zustimmung des Bauernverbandes findet schließlich das Vorhaben, Agrar­umwelt- und Klimamaßnahmen der Zweiten Säule auch im Jahr 2027 auf das Budget der Öko-Regelungen anzurechnen.

AgE


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