28.05.2026

Erster Grünlandschnitt abgeschlossen

Foto: Hubert Kivelitz

Der erste Schnitt des intensiv genutzten Grünlands konnte in Teilen der Mittel­gebirgsregionen von NRW nach der niederschlagsreichen Phase der 20. und 21. Kalenderwoche inzwischen geerntet werden.

Seit Ende vergangener Woche bestimmt eine stabile Hochdruckzone das Wetter in NRW. Sie leitete eine frühsommerliche bis hochsommerliche Wetterphase ein, die mit viel Sonnenschein und deutlich steigenden Temperaturen bis zu 30 °C einherging. Die Nächte blieben in den höheren Mittelgebirgslagen aber zunächst mit maximal 10 °C noch kühl. Das Fortsetzen der Grünlandernte seit dem vergangenen Wochenende war auch erforderlich, da die zuletzt noch stehenden Grünlandaufwüchse mit den steigenden Temperaturen und dem zunehmenden Drang der Gräser, auch des Deutschen Weidelgrases, den Blütenstand zu schieben, physiologisch schnell altern.

Der physiologische Alterungsprozess, der sich anhand der Entwicklung des Rohfasergehalts gut ableiten lässt, war aufgrund der niedrigen Temperaturen in den vorhergehenden zwei Wochen mit plus 0,15 % pro Tag verlangsamt. Das hat sich seit Mitte vergangener Woche mit den gestiegenen Temperaturen drastisch geändert. Sobald die Anteile des Blütenstands beziehungsweise des Stängels am Ertrag zunehmen, steigt der Rohfasergehalt deutlich an, während der Energiegehalt kontinuierlich abnimmt.

Mehr in LZ 22-2026 ab S. 22.