Weiter auf niedrigem Niveau
Die Menge der in der Tiermedizin abgegebenen Antibiotika ist in Deutschland 2025 marginal gesunken. Laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit wurden wie im Vorjahr rund 562 t Antibiotika an die Tierärzteschaft und weitere Empfänger abgegeben. Die größten Mengen entfielen auf Penicilline (221 t) und Tetrazykli-ne (111 t), gefolgt von Sulfonamiden (66 t), Makroliden (55 t) und Aminoglykosiden (41 t). Insgesamt sank die Abgabemenge gegenüber dem Vorjahr um 0,3 t (0,05 %). Im Vergleich zu 2011, dem ersten Jahr der Abgabenmengenerfassung, beträgt der Rückgang 67 %. Die abgegebene Menge des Polypeptidantibiotikums Colistin reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr von 31 auf 26 t und erreicht damit ihren bisher niedrigsten Wert seit 2011. Anfang 2025 traten für Colistin strengere gesetzliche Regelungen in Kraft, die Anwendungsbeschränkungen und den verpflichtenden Einsatz von Antibiogrammen beinhalten. Neben Colistin stuft die Weltgesundheitsorganisation auch die Wirkstoffgruppen der Cephalosporine der dritten und vierten Generation sowie Fluorchinolone als besonders bedeutend für die Therapie beim Menschen ein. Die Abgabemenge der Cephalosporine der dritten und vierten Generation sank im Vergleich zum Vorjahr um 13,4 % (rund 0,1 t). Bei den Fluorchinolonen wurde dagegen ein deutlicher Anstieg der Abgabemengen um 18 % (rund 1 t) registriert.
AgE
