Auf Zeitreise mit der Landjugend
Im Theaterstück bei der Jugendveranstaltung des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) wirbelten Kartoffelchips die schauspielenden Landjugendlichen aus dem Rheinland in Zukunft und Vergangenheit
Zum 100. Geburtstag der Grünen Woche in Berlin war es an der Reihe der Rheinischen Landjugend (RLJ), das traditionelle Theaterstück für die Jugendveranstaltung am ersten Messesonntag zu übernehmen. Herausgekommen ist mit „Mission Memory“ eine amüsante und zugleich nachdenkliche Reise durch die Zeit, die sicher nicht nur den Darstellern in guter Erinnerung bleiben wird.
Am Anfang waren Chips
Zur Handlung: Mitten in den vorbereitenden Proben warten die RLJler auf den Theaterpädagogen Robert, der im echten Leben Robert Christott heißt, Schulleiter und Dozent an der Theaterakademie Köln ist und schon 2019 dabei war, als die RLJ das letzte Mal auserkoren war, das Theaterstück für die Jugendveranstaltung zu verantworten. Im Geplauder während der Wartezeit sorgten schon die ersten Kommentare für gute Stimmung im Publikum und die ersten Lacher. „Hier vorn sitzt gleich die Crème de la Crème der Landwirtschaft – und die ganzen anderen hohen Tiere der Verbände auch – und ganz hinten, in den letzten Reihen, die Besoffenen aus der Landjugend. Also alles wie immer …“ Der Alkohol war dann aber auch eines der ganz wenigen Klischees, die thematisiert wurden, und der sollte im Verlauf des Theaterstücks noch eine entscheidende Rolle spielen. Auch der Wunsch nach einem Katerfrühstück kam beim Publikum an – mit Veranstaltungsbeginn 10 Uhr am Tag nach der Bundeslandjugendfete am Vorabend war das für so manchen sicherlich Realität und nicht nur Schauspiel.
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Mehr in LZ 5-2025 ab S. 50.
