Autonom, automatisiert, angebaut
Digitalisierung und Automatisierung sind in der Landwirtschaft thematische Dauerbrenner. Auf den Ökofeldtagen bei Leipzig im Juni präsentierten mehrere Aussteller ihre Robotic-Modelle für den Pflanzenbau. Meike Siebel, Landwirtschaftskammer NRW, zeigt einige Beispiele.
Weniger Mikroplastikeintrag in den Boden dank neuer Folienzusammensetzung, kaum Folienreste auf dem Feld, kein lästiges Anknüpfen gerissener Folien beim Aufrollen – all das verspricht der neu entwickelte Folienroder Tornado für Erdbeeren, Gurken, Zucchini und Co. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMLEH) hat diese Entwicklung über die Deutsche Innovationspartnerschaft Agrar (DIP) gefördert. Die Projektbeteiligten stellten nun die Neuentwicklung im Einsatz vor. Zur Vorführung hatte die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) als Projektträgerin eingeladen. Dr. Margareta Büning-Fesel, Präsidentin der BLE, freute sich, dass dieses Projekt beispielhaft und zumindest im Ansatz die Vielfalt ihrer Bundesanstalt darstelle. „Wir fördern nicht nur Innovationsprojekte, wie diesen Folienroder, sondern garantieren auch den Wissenstransfer und die Kommunikation der Ergebnisse in die Praxis. Das ermöglichen die Strukturen der BLE, unter anderem mit dem Bundesinformationszentrum Landwirtschaft“, so die Präsidentin.
Büning-Fesel begründete ihr großes Engagement für das neue Mulchfoliensystem mit dessen Vorteilen für die Bodengesundheit und letztlich für die menschliche Gesundheit. „Wir nehmen im Durchschnitt rund 5 g Mikroplastik pro Woche auf – neben der Kosmetik vor allem über Lebensmittel. Das ist eine Kreditkarte pro Woche!“, zeigte sie sich betroffen über diese Zahl. Der Folienroder trage in besonderem Maße dazu bei, Umweltverschmutzung durch Plastik zu reduzieren.
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