05.08.2026

Beliebte Öko-Regelungen

Foto: IMAGO/Countrypixel

ÖR 2 und ÖR 5 legen mehr als 10 % zu

In ihrem möglicherweise vorletzten Jahr ist die Nachfrage nach den Öko-Regelungen (ÖR) weiter gestiegen. Das zeigt die Auswertung der vorläufigen Antragszahlen für 2026, die das Bundeslandwirtschaftsministerium vorgelegt hat. Gefragteste Maßnahme ist wie schon 2025 Öko-Regelung 2, die im Antragsjahr den Anbau von mindestens fünf verschiedenen Hauptfruchtarten vorsieht. Zum Stand vom 15. Juni waren laut Ministerium rund 3,0 Mio. ha anvisiert, das waren 369 000 ha oder 14 % mehr als im Vorjahr.

Nach wie vor steigender Beliebtheit erfreuen sich auch Maßnahmen auf Dauergrünland. Hier ist erneut ÖR 5 am populärsten. Die maßgeblichen Kennarten dürften auf 2,4 Mio. ha erfasst werden; das wären 13 % mehr Fläche als noch 2025. Für die Extensivierung von Dauergrünland im Rahmen von ÖR 4 sind 1,5 Mio. ha vorgesehen, 2025 waren es 67 000 ha weniger gewesen. Im Vergleich dazu unbeliebt sind Altgrasstreifen auf Dauergrünland – ÖR 1d. Zwar hat die beantragte Fläche gegenüber dem Vorjahr um 14 % zugelegt, allerdings bleibt der Gesamtumfang mit 12 600 ha marginal.

Mit insgesamt nur 311 ha bleibt die ÖR 3 (Agroforst) in ihrer Nischenrolle. Noch weniger von Bedeutung sind lediglich die im Rahmen von ÖR 1c geförderten Blühstreifen auf Dauerkulturen mit nur 31 ha. Schrumpfen dürfte 2026 der Umfang der über die Öko-Regelungen 1a und 7 geförderten Fläche. Mit Anträgen für 307.000 ha nicht produktives Ackerland wurde der Vorjahreswert um rund 3 % verfehlt. Für die Förderung von landwirtschaftlichen Flächen in Natura-2000-Gebieten wurden 1,4 Mio. ha und damit 3 % weniger als im Vorjahr angemeldet.

Eine ursprünglich geplante Öko-Regelung zur Förderung der Weidetierhaltung wird es indes nicht geben. Die Bundestags-Grünen werfen der Bundesregierung daher Wortbruch vor. Das zuständige Bundeslandwirtschaftsministerium (BMLEH) begründet dies im Rahmen des im Juli auf den Weg gebrachten Bürokratie-Rückbaugesetzes damit, zusätzlichen Verwaltungsaufwand vermeiden zu wollen.

Konkrete Zahlen, wie die Öko-Regelungen in Nordrhein-Westfalen 2026 beansprucht werden, hat das zuständige Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MLV) auf Nachfrage der LZ Rheinland für die kommende Woche angekündigt.

AgE/ds


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