Der bedeutendste Schnitt des Jahres
Verschiebt sich der Erntezeitpunkt des ersten Schnitts aufgrund schlechten Wetters nach hinten, führt dies zu hohen Erträgen mit häufig geringer Verdaulichkeit. Hinweise zu den wichtigen Punkten bei der Produktion hochwertiger Grassilage gibt Dr. Klaus Hünting, Landwirtschaftskammer NRW.
Während beim Gras die Folgeschnitte sehr stark vom Niederschlag während der Vegetationsperiode abhängen, ist der erste Schnitt hinsichtlich der zu erwartenden Erträge wesentlich gleichmäßiger. Variationen in den Erträgen sind hier eher abhängig von den witterungsbedingten Schwankungen beim Erntezeitpunkt.
Die Schnittreife von Grünlandbeständen ist mit dem Beginn des Ähren- oder Rispenschiebens der Hauptbestandsbildner erreicht. Der Wiesenfuchsschwanz läuft der Abreife der weiteren Gräser deutlich voraus. Solange er nicht Hauptbestandsbildner ist, kann er eine weiter vorangeschnittenere Abreife vorgaukeln, als es real der Fall ist. Eine schlagindividuelle Überprüfung ist daher dringend angeraten. Verzögert sich die Grasernte über den Zeitpunkt des Ähren- oder Rispenschiebens hinaus, steigen im Pflanzenmaterial die Faserfraktionen an. Damit geht die Verdaulichkeit der organischen Masse zurück und die Energiekonzentration sinkt.
Mehr in LZ 17-2026 ab S. 18.
